Vorstandschef der Bank Of America Brian Moynihan auf <br> einer Pressekonferenz. Quelle: Getty Images

Vorstandschef der Bank Of America Brian Moynihan auf
einer Pressekonferenz. Quelle: Getty Images

Kündigungswelle: 40.000 Jobs bei Bank of America in Gefahr

Vor wenigen Tagen meldete die Bank of America Veränderungen in ihrer Chefetage. Die Großbank entließ den Chef des Privatkundengeschäfts, Joe Price, sowie die Leiterin des Bereichs Global Wealth und Investment, Sallie Krawcheck, und ersetzte sie durch  den ehemaligen Goldman-Sachs-Manager Tom Montag und den hauseigenen Manager David Darnell.

Nach der Umstrukturierung ihrer Führungsspitze will die US-Großbank nun zehntausende Arbeitsplätze streichen. Wie das „Wall Street Journal“ mit Verweis auf Insiderinformationen berichtet, sind bis zu 40.000 Stellen im Gespräch. Die Bank hat den Bericht noch nicht offiziell bestätigt.

Dass die Bank demnächst Angestellte im größeren Stil entlässt, scheint hingegen sicher zu sein. So hieß es in einem Rundschreiben von Ende August beispielsweise, dass allein in diesem Quartal 3.500 Mitarbeiter gehen müssten. Anfang des Monats berichtete die Regionalzeitung aus den US-Bundesstaaten North und South Carolina „Charlotte Observer", dass in den nächsten Jahren bis zu 30.000 Arbeitsplätze wegfallen könnten.

Kein Einzelfall

Ein Einzelfall ist die US-Großbank jedoch nicht: Auch Angestellte einiger europäischer Banken müssen um ihre Jobs zittern. In Großbritannien beispielsweise planen die HSBC und Lloyds in den nächsten Jahren 30.000 beziehungsweise 15.000 Stellen abzubauen. Die britische Barclays Bank will allein in diesem Jahr 3.000 Arbeitsplätze abschaffen, bei der Royal Bank of Scotland (RBS) fallen voraussichtlich 2.000 Jobs weg.

In der Schweiz plant der Branchenriese UBS den Abbau von 3.500 Stellen. Der Konkurrenz Credit Suisse will 2.000 Mitarbeiter entlassen.

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