Künstliche Intelligenz ist das Buzzword der Stunde. Kaum eine Konferenz, auf der kein Vortrag zu den neuen Möglichkeiten und Chancen der Technologie gehalten wird. Die Realität sieht jedoch anders aus, zumindest bei unabhängigen Finanzberatern (IFAs). So zeigt eine aktuelle Studie des globalen Forschungs- und Beratungsunternehmens Opinium, dass gerade einmal 6 Prozent der IFAs künstliche Intelligenz (KI) in ihren Dienstleistungen für Kunden einsetzen. Die Umfrage, durchgeführt zwischen dem 3. und 12. Juli, basiert auf den Antworten von 200 Finanzberatern.
Viele Berater (zu) skeptisch gegenüber KI
Trotz der geringen Nutzung sehen fast die Hälfte (49 Prozent) der befragten IFAs in KI eine Chance für ihr Geschäft. Über ein Viertel (27 Prozent) erwartet sogar positive Auswirkungen auf ihren Job. Dennoch herrscht in der Branche Uneinigkeit: Knapp ein Drittel (32 Prozent) betrachtet KI als Risiko, während 23 Prozent negative Folgen für die Beratungsbranche insgesamt befürchten.
Alexa Nightingale von Opinium kommentiert: „Mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Tools ist es für IFAs wichtiger denn je, sich damit vertraut zu machen, wie diese Technologie am besten in die tägliche Praxis integriert werden kann.“ Sie betont, dass KI wahrscheinlich nicht verschwinden wird und es daher entscheidend sei, dass Berater sich damit auseinandersetzen.
Bessere Risikobeurteilung durch KI
Ähnliche Tendenzen offenbarte bereits eine frühere Studie der KTH Royal Institute of Technology in Schweden. Diese Untersuchung beleuchtet das rasante Wachstum von KI in der Finanzberatung. Prognosen zufolge könnte das von KI-gestützten Beratern verwaltete Vermögen in den nächsten zehn Jahren sogar auf 5 Billionen US-Dollar ansteigen.
KI-gestützte Finanzberater zeichnen sich der Studie zufolge durch verbesserte Risikobeurteilung, präzise Markttrend-Vorhersagen und automatisierte Vermögensallokation aus. Das steigere nicht nur die Effizienz und Genauigkeit der Finanzberatung, sondern erhöhe auch die Informationssicherheit und Kundenzufriedenheit.