Die Nachfrage nach verschiedenen kritischen Rohstoffen steigt – angetrieben durch bedeutende technologische Wachstumstrends: künstliche Intelligenz, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Elektrofahrzeuge. Angesichts der Angebotsengpässe sehen wir das Potenzial, dass bestimmte Metalle höhere Preise als erwartet erzielen, was zu einem erhöhten Angebot führen und den Produzenten besser als erwartete Gewinne bescheren könnte.
Wenn die weltweite Kupfernachfrage wie prognostiziert bis 2028 um über 3 Millionen Tonnen zunimmt, benötigen wir erneut die Menge, die den derzeit fünf größten Kupferminen der Welt entspricht (Quelle: Morgan Stanley Research, 15.12.2025).
Auf der Angebotsseite sind unterdessen aufgrund der disziplinierten Kapitalallokation im Bergbausektor in den letzten zehn Jahren Engpässe entstanden – ein Faktor, der in der Analyse der Rohstoffmärkte häufig übersehen wird. Bei Kupfer kam es zu erheblichen Produktionsausfällen, sodass derzeit rund 7 Prozent (Quelle: BlackRock, 15.12.2025) der weltweiten Kupferproduktion stillstehen.
Wir gehen davon aus, dass sich die Nachfrage nach Rohstoffen über Kupfer hinaus ebenfalls verstärken wird – vor allem nach strategisch wichtigen Metallen und Mineralien wie Aluminium, Silber, Seltenerdmetallen, Lithium und Uran. Die aktuellen Aktienbewertungen spiegeln dieses Potenzial noch nicht wider: Für viele Unternehmen ist es an der Börse weiterhin günstiger, bestehende Förderkapazitäten zu kaufen, als neue Minen zu entwickeln – entsprechend nimmt die Übernahmetätigkeit in der Branche zu.
Rohstoffsicherheit als nationale Priorität
Der Zugang zu kritischen Rohstoffen wird immer mehr zu einer Frage der nationalen Sicherheit. Vor allem die starke Abhängigkeit von China bei der Weiterverarbeitung vieler Metalle bereitet Regierungen Sorgen. Das zeigte sich zuletzt in den Handelsgesprächen zwischen den USA und China, als Exportbeschränkungen für bestimmte Seltenerdmetalle verschärft wurden – darunter Materialien, die für besonders leistungsstarke Permanentmagnete benötigt werden. So sind etwa Neodym-Eisen-Bor-Magnete unverzichtbar für Elektromotoren, Elektronik, medizinische Geräte sowie zahlreiche Industrie- und Verteidigungsanwendungen.
Zwar versuchen Staaten, durch Abkommen mit Rohstoffunternehmen die Produktion ins eigene Land zu holen, doch ohne den Anreiz von deutlich höheren Preisen lassen sich die nötigen Investitionen kaum mobilisieren.
Verantwortungsvolle Rohstoffproduktion schützt Unternehmenswerte
BGF World Mining Fund
Eine verantwortungsvolle Rohstoffproduktion ist sowohl aus sozialer als auch aus ökologischer Sicht entscheidend. Unternehmen müssen dabei die Interessen aller Anspruchsgruppen berücksichtigen, um ihre gesellschaftliche Akzeptanz – ihre „soziale Betriebsgenehmigung“ – nicht zu verlieren. Gelingt das nicht, kann dies die künftige Produktion und damit auch den Unternehmenswert gefährden.
„Die heutigen Technologien sind außerordentlich rohstoffintensiv und treiben die Nachfrage nach kritischen Metallen und Mineralien an.“
Gold und Goldaktien: Solide Trends trotz abflachendem Aufschwung
Die jüngste Stärke des Goldpreises wurde unserer Einschätzung nach vor allem durch eine zunehmende Skepsis gegenüber Fiat-Währungen getrieben. Sowohl Investoren als auch Zentralbanken haben Gold verstärkt als Absicherung gegen den Wertverlust von Papierwährungen nachgefragt. Für die kommenden Jahre erwarten wir, dass sich dieser Aufwärtstrend fortsetzt – allerdings mit geringerer Dynamik als bis 2025. Treiber bleiben strukturelle Faktoren wie die wachsende Staatsverschuldung, die Finanzierung immer größerer Haushaltslasten und ein Umfeld, das tendenziell niedrige reale Zinsen begünstigt.
Noch attraktiver erscheinen uns Aktien von Goldproduzenten. Die aktuellen Gewinnschätzungen der Analysten bilden die hohen Goldpreise offenbar nicht vollständig ab. In Verbindung mit einer moderater werdenden Kosteninflation dürfte dies die Margen und Cashflows der Unternehmen deutlich stützen.
Grafik: Goldminen-Unternehmen verzeichnen steigende Cashflows. Produktionskosten der Goldminen-Unternehmen im Vergleich zum Goldpreis für 2017–2025E
- Mehr zum BGF Brown to Green Materials-Fonds lesen Sie hier.
- Aktiv verwaltete Goldfonds und Gold-ETFs von BlackRock:
- BGF World Gold Fund
- iShares Physical Gold ETC
- iShares Gold Producers UCITS ETF
- BGF World Mining Fund
- Kupfer als Anlagechance: iShares Copper Miners UCITS ETF
- An der Produktion von Metallen partizipieren, die für den Übergang des weltweiten Energiesektors von fossilen Energieerzeugungs- und -verbrauchssystemen hin zu erneuerbaren Energiequellen gebraucht werden: iShares Essential Metals Producers UCITS ETF