Kurs halten in der Krise - die besten Long-Short-Fonds

Defensive Manager setzen Short-Positionen ausschließlich ein, um ihr Portfolio zeitweise gegen fallende Kurse abzusichern. Einen Schritt weiter geht Vermögensverwalter Jens Ehrhardt gemeinsam mit Elisabeth Hehn von der Schweizer VIP: Beim Modulor LSE sichern sie das Portfolio jederzeit zu 90 Prozent ab, indem sie Index-Derivate verkaufen. Zusätzlich geht Ehrhardt in geringem Maße Short-Positionen auf einzelne Aktien ein. Ziel ist, Ehrhardts Fähigkeiten bei der Aktienauswahl unabhängig von der allgemeinen Marktentwicklung zu nutzen. „Jens Ehrhardt ist als guter Stockpicker bekannt und dient uns als Alpha-Quelle. Er wählt die Long- und Short-Positionen für das Aktienportfolio aus“, sagt Hehn. „Wir verringern das Risiko dann so, dass der Fonds marktneutral aufgestellt ist. Vom Abwärtspotenzial können wir dabei auch profitieren, ohne das Aufwärtspotenzial durch Sicherungsmaßnahmen allzu sehr zu beschränken.“ Marktneutral soll auch ein Fonds aus Fidelitys Fast-Reihe sein: Der von Riccardo Curcio und Raheel Altaf gemanagte Fast Optimised European Market Neutral Fund hält grundsätzlich Long- und Short-Positionen in ähnlicher Größenordnung. Dabei gehen die Manager vor allem Wetten auf Einzeltitel-Ebene ein. Derzeit halten Curcio und Altaf 102 Long- und 96 Short-Positionen. Grundlage für die Positionierung ist das hauseigene Aktienresearch. Die Strategie, die Fidelity im institutionellen Geschäft bereits seit Oktober 2005 umsetzt, ist seit dem Fondsstart im Juli erstmals nicht ganz richtig aufgegangen. Der dramatische Ausverkauf im Herbst traf attraktive wie unattraktive Aktien gleichermaßen. „Mit der Rückkehr eines stärker fundamental getriebenen Umfelds Ende des Jahres ist auch der Fonds zu einer positiveren Performance zurückgekehrt“, sagt Curcio. Bilanz der letzten drei Monate des Jahres: plus 2,8 Prozent – weit mehr, als Long-only-Fonds erwirtschaftet haben.
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