Rendite aus Volatilität der Volatilität Schwankungen spielen auch für Gilbert Keskin und Eric Hermitte von Credit Agricole Asset Management die entscheidende Rolle: Mit ihrem CAAM Volatility World Equities konzentrieren sie sich voll und ganz auf die Volatilität an den Märkten und begreifen sie als eigene Anlageklasse. „Credit Agricole macht schon lange Volatilitätsprodukte. Vorteil im Vergleich zu vielen anderen Vola- Fonds ist, dass die Manager nicht eindimensional in Volatilität investieren“, sagt Berater Pörschmann. Mit einem systematischen Ansatz, der auf historischen Vergleichen basiert, setzen sie je nach Umfeld auf steigende oder fallende Schwankungen an den Aktienmärkten. Wenn sie erwarten, dass sich die Volatilität in einem Korridor bewegt, versuchen sie, mit kurzfristigen Wetten Geld zu verdienen. Zuletzt war das im Januar so: „Die Volatilität war selbst sehr volatil“, sagt Keskin. „Und weil die Volatilität der Volatilität unser zweitwichtigster Ertragsbringer nach Positionen auf steigende oder fallende Volatilität ist, haben wir das Jahr erfolgreich begonnen.“ Ein extrem gutes Ergebnis, wie es Keskin 2008 abgeliefert hat, lässt sich freilich ebenfalls nicht ohne Risiko erwirtschaften. In der Spitze verlor der Fonds gut 10 Prozent, der höchste Monatsverlust betrug fast 5 Prozent. „Ein Problem an dem Fonds ist, dass die Strategie schwierig zu verstehen ist“, kommentiert Pörschmann. „Dafür hat er den Vorteil, dass er sich tatsächlich unabhängig von den Aktienmärkten entwickeln kann.“ Das können auch Managed-Futures, die als Paradebeispiel für marktunabhängige Produkte gelten: Das Katastrophenjahr 2008 war für sie eines der besten seit langem. Denn den Trendfolgern ist es egal, in welche Richtung die Märkte laufen; sie können auch aus Kursverlusten Gewinne machen (siehe DAS INVESTMENT Februar 2009). Anders als die vorgestellten Fonds schwanken sie jedoch deutlich stärker. Als Beimischung, die zu einer geringeren Abhängigkeit von der Marktrichtung führt, eignen sie sich aber allemal.