LBBW Rohstoffe 1: „So positionieren wir uns in den knappen Rohstoffen“

Anodengießrad bei der Kupferhütte Aurubis: Rohstofffonds bieten einen Einstieg in den Markt (Foto: Aurubis)

Anodengießrad bei der Kupferhütte Aurubis: Rohstofffonds bieten einen Einstieg in den Markt (Foto: Aurubis)

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Immer mehr Anlegern gelten Rohstoffe als eigene, Erfolg versprechende Anlageklasse. Rohstoffinvestoren haben jedoch ein Problem: In der Regel gehören ihnen weder Lagerhallen noch Tankschiffe, in denen sie Kupfer, Nickel, Rohöl oder Benzin aufbewahren könnten, um auf steigende Preise zu setzen. Fonds wie der LBBW Rohstoffe 1 (WKN: A0NAUG) und der LBBW Rohstoffe 2 LS (A0X97E) investieren daher indirekt über Futures in die jeweiligen Güter.

Dabei entsteht aber häufig eine neue Schwierigkeit: Weil Futures nichts anderes sind als Lieferscheine, die bei Fälligkeit zur Abnahme einer bestimmten Menge des jeweiligen Rohstoffs berechtigen, müssen Investoren sie jeweils kurz vor Fälligkeit in länger laufende Futures tauschen, oder mit dem Fachbegriff: rollen. Schließlich wollen beziehungsweise dürfen sie den Rohstoff nicht geliefert bekommen.

Wenn bei diesem Tausch der Preis für den neuen Future über dem des alten liegt (Fachbegriff: Contango), entsteht allerdings automatisch ein Verlust. Viele Anlageprodukte und auch die klassischen Rohstoffindizes haben mit diesem Phänomen zu kämpfen.

Nicht so die LBBW-Fonds. Nach der Maxime „Rollgewinne statt Rollverluste“ investiert der Rohstoffe 1 dort, wo der Tausch in einen neuen Future einen Gewinn verspricht, weil sein Preis unter dem des auslaufenden liegt (Backwardation). „Jeder Rohstoff wird dabei anfangs mit 10 Prozent gleich gewichtet“, so Michael Krauß, Bereichsleiter Fixed Income & Alternative Investments bei der LBBW Asset Management.