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Solarmodule auf einem Bürogebäude in Melbourne, Australien. In rund 20 Jahren könnten Immobilien vor Ort so viel Energie aus erneuerbaren Energien generieren, wie sie selbst verbrauchen. | © Getty Images

Lebensräume 2039

Wie Megatrends die Immobilienwelt verändern

Der Bau und die Nutzung von Immobilien sind für einen maßgeblichen Anteil des CO2-Ausstosses verantwortlich. Da die Welt bemüht ist, diese Emissionen vehement herunterzufahren, ist auch die Immobilienwirtschaft gefragt, ihren Teil dazu beizutragen. Die EU etwa will bis 2030 ihre Treibhausgas-Emissionen um 40 Prozent gegenüber 1990 reduziert haben – bis Ende 2017 war eine Senkung um 22 Prozent erreicht –, und bis 2050 will der Staatenbund mit einer klimaneutralen Wirtschaft aufwarten.

In 20 Jahren befinden wir uns in etwa genau zwischen diesen beiden Zielmarken. Zu der Zeit dürften Bauunternehmen ausreichend Erfahrung mit Null-Energie-Gebäuden haben, meinen die Experten von Fidelity. Solche Immobilien generieren vor Ort so viel Energie aus erneuerbaren Quellen, wie sie selbst verbrauchen. Auch Gebäude, die wie kleine Kraftwerke zusätzliche Energie erzeugen, werden keine Seltenheit sein. Unternehmen könnten dann basierend auf Blockchain-Technologie ihren überschüssigen Strom an soziale Einrichtungen wie Schulen und Kindergärten spenden. Um dies zu erreichen, wird es 2039 nicht mehr nur die klassische Solaranlage auf dem Dach geben. Zum Beispiel könnten gläserne und transparente Photovoltaik-Zellen konventionelle Fenster ersetzen, oder die Haustechnik könnte Wärmeenergie aus Abwasser von Bädern, Spül- und Waschmaschinen zurückgewinnen.

Demografischer Wandel erfordert neue Wohnformen

In den kommenden 20 Jahren wird allerdings nicht nur das Thema Energieeffizienz die Immobilienwirtschaft beschäftigen. Auch der Megatrend Demografie wird für Veränderungen sorgen. Die Bevölkerung altert – nicht nur in Deutschland. Eine Möglichkeit, diesem Wandel Rechnung zu tragen, sind Mehrgenerationenhäuser. Menschen unterschiedlichen Alters könnten einander durch die räumliche Nähe gegenseitig unterstützen. Das sollte auch staatliche Einrichtungen entlasten, und die Nachfrage nach betreutem Wohnen würde sinken.

Auch Arbeitsräume werden sich verändern. Mit dem steten Zuzug in die Städte ist die Konkurrenz um Flächen groß. Man will wohnen, Unternehmen brauchen Arbeitsstätten und auch die Freizeitgestaltung muss irgendwo stattfinden. Schon heute diskutiert die Immobilienbranche, ob man zum Beispiel Büros nicht abends, nachts oder am Wochenende anderweitig nutzen kann. Eine Lösung für die Zukunft könnten Mehrzweckgebäude sein, die es ermöglichen an einem Ort zu wohnen, zu arbeiten und Kontakte zu pflegen. Entsprechend könnten Immobilienentwickler die Gebäude flexibel gestalten mit Räumen für Schreibtische, Meetings, Wellness, Kinderbetreuung, Events und Wohnen.

Technologien erobern die Städte

Neben der Immobilie an sich ändern sich auch das städtische Umfeld und die Infrastruktur. Technologien wie das Internet der Dinge halten Einzug in die Wohnräume und Büros und werden auch das Stadtbild in den nächsten 20 Jahren immer stärker beeinflussen. Städte werden „smart“. Straßenlaternen, Parkplätze, Verkehrskontrollen, die Abfallwirtschaft, Strom- und Wasserversorgung, die Kriminalitätsverfolgung, Schulen, Bibliotheken und Krankenhäuser können mithilfe von Big Data allesamt effizienter betrieben werden“, nennt Fidelity Beispiele. Der neue Mobilfunkstandard 5G soll die dafür nahtlose Vernetzung ermöglichen.

Das schlägt sich auch auf die Shopping-Meilen nieder, die künftig anders funktionieren als die traditionellen Innenstädte. So könnten wir auf uns zugeschnittene Werbung erhalten, wenn wir an einem Laden vorbeigehen – basierend auf Daten von unseren Smartphones. Im Laden könnten mit 3D-Druckern personalisierte Gegenstände hergestellt werden, etwa Turnschuhe in ungewöhnlichen Farben oder passgenaue Jeans.

Dies sind Visionen. Die Welt kann und wird sogar wahrscheinlich in 20 Jahren ganz anders aussehen als wir heute erwarten. Solche Zukunftsszenarien sind jedoch wichtig, um mit der Unsicherheit umzugehen und Entscheidungen zu treffen, die die nächsten 20 Jahre beeinflussen. Die Fidelity-Experten sind davon überzeugt, da Menschen soziale Wesen sind, dass der persönliche Touch auch zukünftig im Mittelpunkt des Alltags stehen wird. Die Macht von Daten und Technologien sowie das Thema Nachhaltigkeit sind weitere wichtige Bestandteile jeder Zukunftsvision. Und in der Immobilienbranche dürfte auch 2039 die Lage eine entscheidende Rolle spielen. Nur was eine gute Lage ist, wird wahrscheinlich an anderen Faktoren bemessen als heute. Auch wenn die Skylines der großen Metropolen wohl auch in 20 Jahren noch wieder zu erkennen sein werden, so wird ein genauerer Blick doch viele Veränderungen in den Lebensräumen offenbaren.

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