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Lebensversicherer: Bafin verlangt Auskunft

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Die Aufsichtsbehörde befürchtet, dass die lukrativen Angebote zu Lasten von Bestandskunden gehen könnten. In einem Schreiben an alle Gesellschaften, das der „Financial Times Deutschland“ (FTD) vorliegt, verlangt sie daher erstmals detaillierte Daten über sogenannte Kapitalisierungsgeschäfte. Anleger zahlen dabei einen festen Betrag in einen gut verzinsten Lebensversicherungsvertrag ein, den sie kurzfristig und ohne Verluste kündigen dürfen.

Damit versuchen Versicherer, Neukunden zu gewinnen. Kritiker befürchten jedoch, dass die Gewinne der Bestandskunden sinken werden. Denn bei dieser Anlageform, die die hohe Rendite einer langfristigen Anlage mit der Flexibilität eines Festgeldkontos kombiniert, bieten Versicherer höhere Zinsen als die Banken für entsprechende Geldmarktprodukte an. Das können sie sich nur auf Kosten der Altkunden leisten, befürchten Kritiker. Sollte es zudem zu einer Niedrigzinsphase kommen, müssten Versicherer die Renditen für alle Kunden senken, um ihre Zusagen erfüllen zu können.

Eine Antwort der Gesellschaften erwartet Bafin bis zum 19. April. Sollten die Befürchtungen zutreffen, wären Millionen Anleger betroffen. Denn in Deutschland gibt es rund 95 Millionen Lebensversicherungsverträge mit einer Anlagesumme von 660 Milliarden Euro.

Die Abfrage zum Thema Kapitalisierungsgeschäft sei „eine klare Warnung der Bafin an die Versicherer“, zitiert die FTD einen Manager. Sie dürften es mit dem Einmalgeschäft nicht übertreiben und müssten sicherstellen, dass keine Subventionierung stattfinde.

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