Leerverkäufe machen Fonds die Taschen voll

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Hedge-Fonds, die am Aktienmarkt auf fallende Kurse setzen, haben ihre Renditen im Juni gegenüber dem Vorjahresmonat vervierfacht. Das berichtet der britische Branchendienst „Financial News“. Demnach profitierten die Fonds ungewöhnlich stark vom Absinken des globalen Börsenbarometers MSCI World um knapp 8 Prozent im vergangenen Monat.

„Anscheinend sind die Leerverkäufer im Juni sehr hohe Wetten auf fallende Kurse eingegangen“, zitiert der Branchendienst „Wealth Bulletin“ Kenneth Heinz vom US-Indexanbieter Hedge Fund Research (HFR). Deren Short Bias Index stieg im Juni um 8 Prozent. So stark legte der Strategieindex für Leerverkäufe zuletzt im Februar 2001 zu.

Hintergrund: Für ihre Leerverkäufe leihen sich die Hedge-Fonds Aktien aus und verkaufen sie sofort. Um die geliehenen Aktien später zurückgeben zu können, kaufen sie sie zu einem späteren Zeitpunkt selbst billiger wieder ein. Daran profitieren auch klassische Fondsgesellschaften, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Denn für das Ausleihen ihrer Aktien erhalten sie eine Gebühr.