Lyxors ETF-Vertriebschef Thomas Meyer zu Drewer: „Der Dax hat es geschafft, Aktienanlagen bei Privatanlegern populärer zu machen.“ Foto: Lyxor

Leitindex mit Problemen

„Bildet der Dax die Wirtschaft ab, Herr Meyer zu Drewer?“

Nicht nur der deutsche Aktienmarkt selbst, sondern auch der Markt für deutsche ETFs wirkt ein wenig kopflastig. Während es zehn ETFs auf den Dax gibt, sind es auf den S-Dax nur zwei. Und die kommen auch noch aus demselben Haus: Lyxor (hat Comstage übernommen).

Grund genug, eben dort einmal nachzufragen. Vertriebschef Thomas Meyer zu Drewer beantwortete unsere Fragen zum Dax und seinen Problemen und ob die kleineren Daxe nicht die besseren Alternativen sind.

Was ist Ihrer Meinung nach das Wesen des Dax?

Thomas Meyer zu Drewer: Seit bald 32 Jahren ist der Dax DER Blue Chip Index in und für Deutschland. Seinen Erfolg beweist auch der tägliche Abdruck in vielen renommierten Zeitungen weltweit. Trotz der Kritik, dass die 30 größten und liquidesten Aktien nicht ausreichten, um die deutsche Wirtschaft als Ganzes oder nach Sektoren abzubilden, bleibt die Bedeutung dieses Barometers ungebrochen.

Was soll und kann er leisten?

Meyer zu Drewer: Der Dax versteht sich als DAS Barometer für den Zustand der deutschen Wirtschaft. Insbesondere in Portfolios, die Deutschland nur beimischen, kommt der Dax dieser Aufgabe nach. Außerdem hat es der Dax geschafft, Aktienanlagen bei Privatanlegern populärer zu machen, die einem Engagement jenseits von Tages- und Festgeld eher kritisch gegenüberstehen. Ganz entscheidend dabei ist: Der Dax enthält Unternehmen, die im täglichen Leben jedem begegnen und von jedem genutzt werden, wodurch der Bekanntheitsgrad und die Akzeptanz des Dax noch weiter erhöht werden.

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