Goldproduzenten machen derzeit alles richtig: Sie versuchen die Ausbeute ihrer Minen zu maximieren, prüfen die wirtschaftliche Tragfähigkeit neuer Projekte ganz genau und halten sich von großen Übernahmen fern, die sie vor Jahren angesichts fallender Goldpreise teils an den Rand des Ruins gebracht hatten.

Während institutionellen Anlegern das Business-as-Usual im Goldsektor für ihre Ziele ausreicht, bleiben Privatanleger dem Markt fern: Die Aktien von Goldminenbetreibern werden im aktuellen Boom von Lithium-, Marihuana- und Kryptowährungstiteln links liegen gelassen, so der Tenor auf der BMO Capital Markets Global Metals & Mining Conference (25. bis 28. Februar) in Hollywood, Florida. Zum 27. Mal waren auf diesem jährlichen Branchentreffen rund 1.400 Banker, Goldproduzenten und Investoren zusammengekommen. Ausgerichtet wird die Branchenveranstaltung von der kanadischen Investmentbank BMO Capital Markets.

Goldminen so günstig wie seit zwölf Monaten nicht mehr

Die Aktien großer Goldförderer wie Barrick Gold und Goldcorp drehten 2016 nach Jahren der Abwärtsbewegung sehr kräftig nach oben. Anschließend zeigte der Trend wieder nach unten. Seither haben sich ihre Aktienkurse vom steigenden Goldpreis abgekoppelt. Im Verhältnis zum Dow Jones Industrial Average sind die Titel derzeit so billig zu haben wie seit einem Jahr nicht mehr. Wenn in Gold investiert wird, so das Fazit auf der BMO, ziehen Goldinvestoren derzeit Gold-ETFs den Minenaktien vor.

„Momentan performt Gold so langweilig, dass sich niemand für das Edelmetall interessiert“, konstatiert David Harquail, Geschäftsführer des Edelmetallproduzenten Franco-Nevada und Vorsitzender des World Gold Council.

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