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Mario Draghi bei einer Pressekonferenz: Der EZB-Präsident gibt Ende des Monats sein Amt nach acht Jahren ab. | © Getty Images

Letzte Zinssitzung unter Draghi

EZB-Leitzins bleibt bei null Prozent

Der Leitzins im Euroraum bleibt bei null Prozent. Das teilte der scheidende Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, nach der letzten Ratssitzung der Notenbank unter seiner Führung mit. Draghi wird in der kommenden Woche nach acht Jahren sein Amt an Christine Lagarde, bisher Chefin des Internationalen Währungsfonds, übergeben.

Der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken im Euroraum mit Geld versorgen, liegt bereits seit März 2016 bei 0,0 Prozent. An dieser Zinspolitik wollen die Währungshüter laut Medienberichten auch nach Draghis Abschied festhalten. Eine geldpolitische Wende solle es erst geben, wenn sich die Inflation wieder der Marke von knapp zwei Prozent annähert, heißt es.

Banken müssen zudem weiterhin einen Strafzins zahlen, wenn sie überschüssiges Geld bei der EZB parken. Der sogenannte Einlagenzins bleibt bei minus 0,5 Prozent.

Die Notenbank bekräftigte bei der Zinssitzung nochmals, ab November monatlich für 20 Milliarden Euro Anleihen von Staaten und Unternehmen sowie Pfandbriefe kaufen zu wollen. Ziel dieser bereits im September präsentierte Maßnahme sei, die Zinsen am Kapitalmarkt zu drücken und auf diesem Weg die Wirtschaft zu stimulieren.

Ifo-Präsident kritisiert neue Anleihekäufe

Kritik an der Wiederaufnahme der Anleihenkäufe hatte zuvor bereits Ifo-Präsident Clemens Fuest geäußert. „Es ist nicht zu erwarten, dass diese Käufe die Inflationsentwicklung spürbar beeinflussen“, sagte er am Donnerstag in München. „Die Käufe verstärken allerdings die Verzerrungen an den Kapitalmärkten“, so Fuest weiter. Das bringe das Risiko von Spekulationsblasen mit sich. „Die EZB versucht, mit der Brechstange die Inflationsrate anzuheben“, sagt der Ifo-Präsident.

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