Lipper-Analyst Detlef Glow: „Mehrertrag in allen Phasen“

Detlef Glow auf den Lipper-Awards 2013. Foto: Manfred Kötter

Detlef Glow auf den Lipper-Awards 2013. Foto: Manfred Kötter

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DAS INVESTMENT.com: Was hat 2012 die Fondsbranche bewegt?

Detlef Glow: Insgesamt betrachtet war 2012 ein positives Jahr. Dies spiegelt sich vor allem in der Steigerung der von den Asset Managern verwalteten Vermögen wider. Allerdings war das Jahr nicht so einfach, wie die Zahlen es vermuten lassen. Die ersten neun Monate waren aufgrund der Marktbewegungen für die Investmentindustrie nicht leicht. Zudem zeigten die Zahlen zu den Fondsneuauflagen und Fondsschließungen den Trend zur Konsolidierung.

DAS INVESTMENT.com: Wo haben Sie bei der Analyse der Fonds diesmal die Grenze gezogen, um die großen von den kleinen Asset Managern zu unterscheiden?

Glow: Die Grenze lag in diesem Jahr bei einem in Publikumsfonds verwalteten Vermögen von 12,2 Milliarden US-Dollar, was 9,3 Milliarden Euro entspricht.

DAS INVESTMENT.com: Wie intensiv nehmen Sie die Produkte unter die Lupe?

Glow: Um die Gewinner der Lipper Fund Awards zu bestimmen, untersuchen unsere internationalen Analystenteams im ersten Schritt quantitativ die Zusammensetzung der Vergleichsgruppen. Anschließend werden die Top-Fonds aus jeder Vergleichsgruppe qualitativ analysiert. Hierbei geht es darum, die Zuordnung des Fonds in die aktuelle Vergleichsgruppe und die erzielte Wertentwicklung zu verifizieren.

Mit diesen Schritten werden die Ergebnisse von mehreren Tausend Fonds geprüft. Zusätzlich werden dann im Hinblick auf die Awards für die besten Vermögensverwalter die Fonds der Gesellschaften, die in den Rankings der einzelnen Klassifizierungen gute Ergebnisse zeigen, untersucht. Da der gesamte Analyseprozess für die Lipper Fund Awards sehr aufwendig ist, dauert er mehrere Wochen.

Auf der kommenden Seite erklärt Detlef Glow, inwiefern Krisenzeiten bei den Ratings eine Rolle spielen.