Lipper Fund Flash

Europäische Investoren wollen Aktien

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Die europäische Fondsindustrie verzeichnete im Januar einen Netto-Zufluss von 23,7 Milliarden Euro, so das Ergebnis des Lipper Fund Flash Report vom Finanzdatenlieferanten Lipper Feri.

Schaut man sich die einzelnen Länder an, so liegen die Zuflüsse weit auseinander: Norwegen (plus 3,8 Milliarden Euro), Frankreich (plus 2,9 Milliarden Euro) und Spanien (plus 2 Milliarden Euro) legten ordentlich zu, während Großbritannien (minus 0,8 Milliarden Euro), die Niederlande (minus 0,7 Milliarden Euro) und Dänemark (minus 0,6 Milliarden Euro) Abflüsse verzeichneten.

Investoren handelten heiß am Geldmarkt: Die entsprechenden Fonds gingen im Januar insgesamt als Anlageklasse mit einem Zufluss von 24 Milliarden Euro am besten weg. Doch die Investoren sind vor allem bullish bei Aktien: Aktienfonds hatten mit 12,9 Milliarden Euro die höchsten Zuflüsse aller langfristigen Investmentfonds. Mischfonds legten um 7 Milliarden Euro und Anleihefonds um 5 Milliarden Euro zu. Hedgefonds hingegen verloren 3 Millionen Euro, und auch Immobilienfonds (minus 300 Millionen Euro) und Rohstofffonds (minus 600 Millionen Euro) mussten Abflüsse hinnehmen.

Der Zufluss bei Anleihefonds kam durch zwei institutionelle Fonds zustande: DNB AM Kort Obligasjon und DNB AM Lang Obligasjon. Beide legte die Den Norske Bank (DNB) im Januar auf, wodurch ihr 4,4 Milliarden Euro zuflossen. Hierdurch war sie mit insgesamt 5,7 Milliarden Euro der beste Verkäufer am Markt – noch vor Blackrock (3 Milliarden Euro) und Deutsche Asset & Wealth Management (1,9 Milliarden Euro).

Aufgrund seiner Daten geht Lipper Feri davon aus, dass Aktien- und Mischfonds 2014 die Lieblinge der europäischen Investoren sein werden.

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