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Lipper-Gewinner Pesarini: Auf die nächsten 10!

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Es werden aber auch spekulative Papiere beigemischt. Bei Aktien setzen die Manager ebenfalls auf Qualität. Normalerweise konzentriert sich der Fonds auf große Standardtitel. Die maximale Aktienquote von 49 Prozent gibt es vor allem auf dem Papier. Selbst in guten Börsenphasen liegt der Anteil eher bei 25 Prozent und kann bei ungünstigen Aussichten auf null sinken. Und an eine rasche Erholung an den Aktienmärkten glauben die Fondslenker nicht. Sie können aber schnell reagieren, wenn sich ihre Meinung ändert. Denn die Barquote spielt neben Aktien und Anleihen eine wichtige Rolle in ihrem Managementansatz. Regional liegt der Schwerpunkt auf Europa – dafür steht das E im Namen. Das Spektrum wurde jedoch im Laufe der Jahre vor allem im Anleihebereich auf die OECD-Länder ausgedehnt. Aktien oder Anleihen aus Schwellenländern kommen aber nicht ins Portfolio. Pesarini: „Da kennen wir uns nicht aus.“  Der Erfolg des Ethna-AKTIV E hat Pesarini – Vater von fünf Kindern – auch über Zuwachs im Fondsbereich nachdenken lassen. Im April 2007 kam der Ethna-GLOBAL Defensiv auf die Welt, zweieinhalb Jahre später folgte dann der Ethna-GLOBAL Dynamisch. Der defensive Fonds investiert vor allem in Anleihen, kann aber, wenn es das Management für angemessen hält, zu 100 Prozent auf Festgeld und Barmittel setzen. Bis zu 10 Prozent Aktien können beigemischt werden, darauf verzichtet Pesarini zurzeit jedoch fast vollständig.   In der Dynamik-Variante hingegen sind immer mindestens 30 Prozent Aktien enthalten, das Maximum liegt bei 70 Prozent. Pesarini strebt jedoch an, die Volatilität unter 10 Prozent zu halten. Auch bei diesem Fonds stehen Standardwerte und qualitativ hochwertige Anleihen aus den OECD-Ländern mit Schwerpunkt Europa im Vordergrund. Pesarini will auch künftig dem vermögensverwaltenden Ansatz treu bleiben. 2010 hat er die Luxemburger ETHENEA Independent Investors gegründet. Damit hat er nicht nur eine eigene Verwaltungsgesellschaft für die Ethna-Publikumsfonds, sondern gewinnt auch an Flexibilität, um etwa für institutionelle Mandate unkompliziert Lösungen anzubieten.  Mehr zu den Lipper Fund Awards 2012 hier. Zum DAS INVESTMENT EXTRA "Fondsmeister" hier
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