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Lipper-Gewinner Standard Life Investments: Geheimtipp aus Schottland

1. George Street: Hauptsitz von Standard Life Investments in Edinburgh
1. George Street: Hauptsitz von Standard Life Investments in Edinburgh
Mit Zahlen können sie, die Schotten: Über 180 Jahre Erfahrung, 5 Millionen Kunden weltweit, 175,5 Milliarden Euro verwaltetes Vermögen, 55 Auszeichnungen für außergewöhnliche Performance und Service – der schottische Vermögensverwalter Standard Life Investments (SLI), eine Tochter des Versicherers Standard Life, hat sich in den vergangenen Jahren in die Liga der führenden Investmenthäuser Europas hochgearbeitet. Während SLI bei institutionellen Investoren bereits seit Jahren eine feste Größe ist, gewinnen die Schotten nun auch bei deutschen Privatanlegern immer größere Aufmerksamkeit. Wichtigster Erfolgsfaktor von SLI ist die umfangreiche Investmenterfahrung, über die das schottische Haus in allen Anlageklassen von Aktien und Anleihen über Immobilien, Private Equity und Cash bis hin zu Absolute-Return- oder Multi-Asset-Strategien verfügt.
Dazu gehören auch kompetente Mitarbeiter: Für das Fondsmanagement sind mehr als 350 Spezialisten mit durchschnittlich mehr als 16 Jahren Branchenerfahrung verantwortlich. Dies sorgt beim Asset-Management für Kontinuität und Stabilität. Hinter allen Investmententscheidungen, der Titelauswahl und der Gewichtung einzelner Anlageklassen steht der Ansatz „Focus on Change”. Anhand von fünf Schlüsselfragen identifizieren die SLI-Experten Faktoren, die Marktveränderungen und Kurskorrekturen bewirken können und damit den Marktpreis eines Investments beeinflussen.

Kein Investment ohne klare Antworten

Die entscheidenden Fragen lauten dabei: Welche Einflussfaktoren und Themen gibt es? Was verändert sich? Von welchen Erwartungen geht der Markt aus? Warum wird der Markt seine Meinung über diese Erwartungen ändern? Was wird hierfür der Auslöser sein? Inves tiert wird erst dann, wenn alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden konnten. Dabei stehen alle Investmentexperten in engem Austausch miteinander – weltweit. Dass dieser Ansatz funktioniert, zeigen die diesjährigen Lipper Fund Awards. Gleich für zwei Produkte bekam Standard Life Investments die begehrte Auszeichnung: Der European Smaller Companies (WKN: A0M 091) ließ die Konkurrenz in der Vergleichsgruppe Aktien europäischer Nebenwerte auf Dreijahressicht hinter sich. Der China Equities (A0M RSE) erreichte über einen Zeitraum von fünf Jahren die Spitze der Aktienfonds mit China-Fokus (siehe Chart). Gerade beim China-Fonds zahlt sich der Investmentansatz von SLI aus, denn bei Schwellenländer-Investments kommt es vor allem auf eines an: Informationsvorsprung. „Wir glauben, dass es in China immense Möglichkeiten für interessierte Anleger gibt, am Wachstum teilzunehmen“, sagt Fondsmanagerin Magdalene Miller, die aus Hongkong stammt, fließend Kantonesisch, Mandarin und Englisch spricht und Asien bereits großflächig bereist hat.

China hat noch großes Potenzial

Das Wirtschaftswachstum, so Miller, sei nach wie vor höher als in vielen anderen Ländern. Als eines der bevölkerungsreichsten Länder könne China in den kommenden 25 Jahren sogar die USA überholen und zur größten Wirtschaftsnation der Welt aufsteigen. Und obwohl China 9,4 Prozent zum weltweiten Bruttoinlandspro-dukt beitrage, mache die Marktkapitalisierung des Landes erst 1,6 Prozent des globalen Börsenwerts aus. Das Wachstum geht weiter: Der Aufstieg des Finanzmarkts in China ist zwar spektakulär, aber noch lange nicht abgeschlossen. Chinesische Aktien werden eine immer wichtigere Anlageklasse. Hunderte von chinesischen Unternehmen sind in den vergangenen Jahren auf den Markt geströmt – und noch mehr Börsengänge stehen an. „Raum für weiteres Wachstum gibt es also reichlich“, so Miller. Sie versteht sich dabei als Perlentaucherin: „Unser China- Fonds ist ein All Cap Fonds, in dem sich entsprechend auch kleinere Unternehmen befinden, die deutschen Anlegern vollkommen unbekannt sein dürften.“ Miller hat wie alle Fondsmanager bei SLI eine Doppelrolle inne: Sie ist neben Fondsmanagerin auch Analystin und damit stets nahe an den Unternehmen dran. „Elementar wichtig für die Analyse der Unternehmen ist es, sie vor Ort zu besuchen und persönlich mit den Managern zu sprechen. Denn wir investieren nur in Unternehmen, die wir genauestens kennen und deren Geschäft wir auch verstehen.“

Vom Aufschwung profitieren

Langfristiges Potenzial sieht Miller vor allem in Branchen, die vom steigenden Lebensstandard der Chinesen profitieren. Dazu zählen vor allem Firmen aus dem Gesundheits- und Konsumgütersektor: „Hier finden sich Unternehmen, die bereitstehen, um als Weltklassespieler beim nächsten wirtschaftlichen Aufschwung aufzutreten“, so die Fondsmanagerin. Zu Millers Favoriten gehört zum Beispiel 51job, die größte Online-Jobbörse des Landes. Auch Haitian hat Miller im Portfolio. Das Unternehmen produziert Spritzgießmaschinen zur Kunstoffherstellung – und wird bald auch deutschen Firmen Konkurrenz machen, glaubt Miller.

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