Lipper-Gewinner UBS: Macht der Erfahrung

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Die Jagd nach dem Zinssatz läuft. Durch die Finanzkrise disqualifiziert sind synthetische Wertpapiere, die mit amerikanischen Baukrediten hinterlegt sind. Ebenfalls aus dem Rennen sind Bundesanleihen mit Renditen knapp über 3 Prozent auf zehn Jahre. Festgeld, Geldmarkt und Tagesgeld sind mit Sätzen um 1 Prozent auch nicht allzu interessant. Bleiben die Unternehmensanleihen. Deren Kurse waren 2008 aus Krisenangst auf breiter Front eingebrochen. Die Renditen schnellten empor. Doch auch diese Gelegenheit ist vorbei: Anleihen von Schuldnern mit guter Bonität (Investmentgrade) haben jetzt zwei gute Jahre hinter sich. Die Renditen sind auf Stände aus der Vorkrisenzeit gesunken.

Auto, Wein und hohe Zinsen

Nach wie vor interessant sind dagegen noch immer Anleihen derjenigen Schuldner, die sich nicht mit besten Ratings schmücken können – die sogenannten Hochzinsanleihen (Englisch: High Yield Bonds). Der Autoproduzent Fiat etwa ist ein solcher Schuldner ebenso wie Konkurrent Peugeot oder der Getränkekonzern Pernod-Ricard. Dank des Wirtschaftsaufschwungs sind die Ausfallquoten dieser landläufig auch als spekulativ bezeichneten Schuldner zuletzt aber deutlich gesunken. Sie stehen recht stabil da. Das hat auch die Anleihenkurse kräftig steigen lassen: „Die riesigen Gewinne aus dem Ausnahmejahr 2009 sind sicherlich nicht Standard“, sagt Ralf Bauer. Der Vertriebsleiter und Produktspezialist von UBS Global Asset Management ist überzeugt, dass das Segment langfristig im jährlichen Durchschnitt hohe einstellige Renditebeiträge biete. Der Grund: Da die Unternehmen stets ein höheres Ausfallrisiko mit sich bringen als Investmentgrade-Firmen, liegen auch die Renditen ihrer Anleihen immer etwas höher. Risiko wird bezahlt. Der europäische Markt für Hochzinsanleihen ist jung und wächst rasant. Nicht zuletzt, weil mehr und mehr Unternehmen ihre Kredite am Kapitalmarkt aufnehmen statt bei einer Geschäftsbank. Hatte der Markt im März 1998 die Eine-Milliarde- Euro-Marke übersprungen, liegt er mittlerweile bei gut 130 Milliarden Euro. Mit dem UBS Bond Euro High Yield hat der Asset-Manager einen gleich mehrfach prämierten Fonds zu diesem Thema am Start. Wie bereits im Vorjahr gewinnt der Rentenfonds die begehrten Lipper-Auszeichnungen in der Kategorie Bond Euro High Yield für die Zeiträume drei und fünf Jahre. Plus 42,7 Prozent erreichte er in den fünf Jahren von 2005 bis 2010, das sind 7,4 Prozent pro Jahr. Seine Vergleichsgruppe brachte es auf den Gewinn von lediglich 27,7 Prozent.

Expertise zahlt sich aus


„Unser Vorteil ist das Analysten- und Managementteam, das schon seit vielen Jahren zusammenarbeitet“, sagt Bauer. In der Tat hat Research- und Strategie-Chef Craig Ellinger inzwischen 19 Jahre Investmenterfahrung. Die High-Yield-Analysten bringen es in der Regel auf mindestens zweistellige Berufsjahre. Am längsten ist Cornel Egger dabei: Der Analyst für europäische Banken und Schweizer Versicherer schöpft aus einem Erfahrungs-schatz von 34 Jahren. Überhaupt verfolgt UBS insgesamt ausdrücklich eine stabile Personalpolitik. Der Investmentansatz des UBS-Fonds ist fundamental ausgerichtet: Zunächst sortieren die Analysten die globalen Emittenten nach Branchen. Sie befragen regelmäßig deren Manager, prüfen Bilanzen, Gewinn-und-Verlust-Rechnungen – und ermitteln so ihre Branchenfavoriten. Fondsmanager Konstantin Leidman erstellt aus diesen Informationen das Portfolio. Seine Benchmark ist ein Euro High Yield Index von Bank of America Merrill Lynch. Leidman versucht, den Vergleichsindex zu schlagen und gleichzeitig das Risiko niedriger zu halten, indem er einzelne Anleihen über- oder untergewichtet. Mit einzelnen Positionen darf er das offizielle High-Yield-Spektrum verlassen. 3 Prozent des Fondsvermögens tragen ein Investmentgrade-Rating. 1,6 Prozent sind nicht bewertet. Derzeit ergänzt UBS die Familie der erfolgreichen High-Yield-Bond-Fonds um eine weltweit anlegende Variante: Der UBS Short Duration High Yield Fund enthält globale Hochzinsanleihen mit vorwiegend kurzen Restlaufzeiten. Steigende Zinsen, wie sie derzeit in vielen Ländern erwartet werden, sollten damit kein Problem mehr sein. Der Schwerpunkt liegt hier im ungleich größeren Dollar-Markt. Für deutsche Anleger hält UBS auch eine in Euro abgesicherte Tranche des Fonds bereit. Der Portfoliomanager heißt Matthew Iannucci, hinter ihm steht jedoch dasselbe bewährte Team, das auch den European High Yield Fund zum Erfolg geführt hat.

High Yield: Wichtig fürs Depot

Die Familie der UBS-High-Yield-Bond- Fonds investiert gezielt in Hochzinsanleihen, deren Chance-Risiko-Profil zwischen dem von Aktien und Staatsanleihen liegt. High-Yield-Fonds eignen sich für Anleger, die ihr Vermögen gut streuen wollen, einen Anlagehorizont von drei bis fünf Jahren haben und auch ein gewisses Anlagerisiko tolerieren.

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