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Lipper-Studie: So wenige Fonds-Neuauflagen wie nie zuvor

Im Vergleich zum zweiten Quartal des Vorjahres fiel die Zahl der startenden Fonds in Deutschland um 61 Prozent auf 67 Stück. Verglichen mit den Zahlen von 2008 brachen die Neuauflagen gar um 79 Prozent ein. Das ist der geringste Wert, den das Analysehaus Lipper jemals im Rahmen seiner Fundmarket-Insight-Studie gemessen hat.

Doch Fondsgesellschaften legten nicht nur weniger Fonds auf als sonst: Sie lösten auch mehr Fonds auf oder verschmolzen sie mit anderen Fonds. Im zweiten Quartal 2012 beendeten sie 95 Fonds durch Liquidationen und 58 durch Fusionen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal stieg die Zahl der Auflösungen um 50 Prozent.

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Allerdings nahm nicht nur in Deutschland die Zahl der Fonds ab. Auch im restlichen Europa sei Ähnliches zu verfolgen. Hier wie dort mache sich sowohl die Eurokrise bemerkbar, als auch neue Regeln und der Kostendruck. Zudem gäbe es keine neuen innovativen Anlageprodukte.

In Deutschland machen Aktienfonds den Löwenanteil der Investmentfonds aus. Sie stellen fast die Hälfte aller Publikumsfonds (44 Prozent). In Gesamteuropa vertreten sie nur 37 Prozent. In Deutschland und Europa gehen die Plätze zwei und drei an Mischfonds (22 Prozent/24 Prozent) und Rentenfonds (22 Prozent/18 Prozent).

Der deutsche Fondsmarkt ist sehr zerfasert: Von den 488 Fondsgesellschaften bieten 352 Unternehmen 10 oder weniger Fonds an. Demgegenüber stehen 19 Gesellschaften mit über 100 verwalteten Fonds. Die zehn größten Fondsanbieter betreuen 2.305 Fonds –27 Prozent des Gesamtmarktes. Obwohl die Mehrheit der Fondsanbieter kleine Unternehmen sind, dominieren die wenigen Großen den Markt.

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