Armin Grabowski

Armin Grabowski

„Lithium ist das Erdöl des 21. Jahrhunderts“

//
„Am Lithium hängt die Zukunft der Elektromobilität“, sagt Grabowski, der den Primus-Fonds Flexible Fund – Multi Asset verwaltet. Und da die Nachfrage nach Elektroautos in Zukunft steigen wird, könnte das bisher weitgehend unbekannte Metall knapp – und damit teuer – werden.

Lithium-Batterien sogar in Akkubohrern

Die Nachfrage sei jetzt schon groß, weil Lithium-Batterien Millionen Mobiltelefone, Laptops, iPhones, Blackberrys und sogar Akkubohrer mit Strom speisen, so der Fondsmanager. Weltweit werden derzeit pro Jahr 93.000 Tonnen Lithium gefördert. Die erschließbaren Reserven liegen laut einer Studie des Meridian International Research bei vier Millionen Tonnen.

Cleantech Magazin

Cleantech Magazin
Aktuelle Ausgabe
Solarenergie: Die neusten Technologien und die besten Investments

>> jetzt neu: zum Blättern

>> zum klassischen PDF

>> kostenlos abonnieren

Zudem hat das Institut ausgerechnet, dass aufgrund der steigenden Nachfrage der Elektrobranche im Jahr 2015 gerade einmal 30.000 Tonnen Lithium für Elektroautos zur Verfügung stehen werden. Das würde für nicht einmal 1,5 Millionen Hybridmotoren reichen. Das leichteste Metall der Erde könnte also knapp – und damit teuer – werden.

Die größte Lithium-Vorkommen liegen in Südamerika, Nevada und Tibet

Große Lithiumvorkommen befinden sich unter anderem in Chile, Argentinien, Nevada und Tibet. „Als absoluter Spitzenreiter bei den Reserven gilt der Salzsee ’Salar de Uyuni’ in Bolivien“, sagt Grabowski. Der U.S. Geological Survey geht davon aus, dass sich in der Salzkruste 5,4 Millionen Tonnen des Rohstoffs befinden.

Das zweitgrößte Reservoir befindet sich im benachbarten Chile. Dort liegt in der Atacama-Wüste der ’Salar de Atacama’ mit drei Millionen Tonnen Lithium. „Wenn man noch den Salzsee ’Salar del Hombre Muerto’ in den argentinischen Anden hinzuzählt, befinden sich im so genannten südamerikanischen Lithium-Dreieck Bolivien-Chile-Argentinien rund 70 Prozent der weltweiten Vorkommen“, erklärt der Rohstoff-Experte.



Mehr zum Thema