Lloyd Fonds: Einstieg bei Feedback AG

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Das Hamburger Emissionshaus Lloyd Fonds AG beabsichtigt, im Rahmen einer Kapitalerhöhung der Feedback AG 20 Prozent der börsennotierten Finanzvertriebs-Holding zu erwerben. „Die Beteiligung ist ein konsequenter Schritt zur Stärkung unserer Position im freien Vertrieb“, kommentiert Lloyd-Vorstandsvorsitzender Torsten Teichert.

Hintergrund: Die Feedback AG verfügt über ihre Unternehmenstöchter Treukonzept und Dr. Ludz Vermögensberatungs- und Vermittlungsgesellschaft über 250 angebundene Vermittler von geschlossenen Fonds und hat im Jahr 2007 rund 200 Millionen Euro Eigenkapital platziert.

Eine starke Einflussnahme auf sein Vertriebsgeschäft befürchtet Feedback-Vorstandschef Christoph Ludz nicht: „Die Beteiligung liegt ganz bewusst unter 25 Prozent. Im Jahr 2008 wird Lloyd unser viert- bis fünftgrößter Produktpartner sein. Wir planen die Zusammenarbeit insbesondere über Exklusivprojekte zu intensivieren.“ Zudem will Ludz mit der Feedback AG, die sich im Dezember 2007 zu 30 Prozent an der Hamburger netfonds AG beteiligt hat, kurzfristig ein Finanzdienstleistungsunternehmen sowie 20 Prozent der Anteile einer Bank übernehmen.

Durch die netfonds-Beteiligung von Feedback kann das Emissionshaus Lloyd jetzt seinen freien Vertriebspartnern Zugang zu einem Haftungsdach verschaffen. „Wir erwarten, dass die Marktregulierung über kurz oder lang auch für den Vertrieb der geschlossenen Fonds gelten wird“, sagt Götz Schlegtendahl, der bei Lloyd Fonds für Investor Relations verantwortlich ist. „Ein Kriterium, warum die Finanzmarktrichtlinie MiFID bislang nicht für geschlossene Fonds galt, war unter anderem die fehlende Fungibilität von Anteilen. Die immer bessere Handelbarkeit über den Zweitmarkt wird durch unsere Branche jedoch selbst stark herausgestellt.“

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