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Lloyd Fonds kooperiert mit WWF „Die Transformation der Wirtschaft sichert langfristig Wachstum“

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Wie muss man sich Ihre Zusammenarbeit in Bezug auf das Investieren vorstellen?

Schmidt: Die Partnerschaft setzt unmittelbar bei den investierten Unternehmen und ihren Geschäftsmodellen an, die mit den SDGs vielfach noch nicht im Einklang sind oder ihnen sogar entgegenstehen. Um die Unternehmen bei ihrer Transformation im Hinblick auf ausgewählte ökologische SDG-Unterziele zu unterstützen beziehungsweise auf deren Transformation hinzuwirken, ist ein langfristig angelegter, aktiv-konstruktiver Engagementdialog mit den Unternehmen von besonderer Bedeutung für die Lloyd Fonds AG. Der messbare Fortschritt der Unternehmen auf ihrem Transitionspfad wird dabei zu einem wesentlichen Investitionsparameter.

Wie äußert sich die Zusammenarbeit auf der Produktseite?

Schmidt: Mit dem „Lloyd Fonds – Green Dividend World“ (Anteilsklasse R, ISIN DE000A2PMXF8, Anmerkung d. Red.) haben wir ein erstes Investmentprodukt aufgelegt, das unser gemeinsames Nachhaltigkeitsverständnis von zukunftsorientierter Transformation widerspiegelt. Es handelt sich dabei um den ersten deutschen Investmentfonds in Zusammenarbeit mit dem WWF Deutschland. Die Fondsstrategie zielt auf überdurchschnittliche Dividenden und Renditechancen an den globalen Aktienmärkten mit Unternehmen, die einen Beitrag zu den umweltbezogenen SDGs leisten. Inhaltlich hat uns der WWF Deutschland bei der Identifikation dieser SDGs und der Ableitung der 29 ökologischen Unterziele des Fonds beraten sowie bei der Konzeption von Transitionspfaden und Zielniveaus begleitet.

Wie viele Titel werden im Fonds enthalten sein? Und wie arbeitet Ihr Investmentteam?

Schmidt: Anders als die meisten Wettbewerber machen wir kein klassisches ESG-Screening. Denn diese Screenings vernachlässigen kleinere Unternehmen und sind in der Regel statisch und stark vergangenheitsbezogen. Börse handelt aber Zukunft. Daher setzen wir auf eine zukunftsbezogene Nachhaltigkeitsanalyse. Diese fließt direkt und integriert in die traditionelle Finanzanalyse ein. In Kombination mit einer attraktiven Dividendenrendite und unter Berücksichtigung von Handelskriterien ergibt sich ein Aktienpool aus 200 bis 300 Werten, die dann eine intensive Analyse und Bewertung durchlaufen. Am Ende ergibt sich ein Fonds aus den besten 40 bis 50 nachhaltigen Dividendentiteln der Welt.

Sie berücksichtigen beim Auswahlverfahren ausdrücklich Kontroversen: Wie genau ist das zu verstehen?

Schmidt: In unserer Analyse berücksichtigen wir Kontroversen über die gesamte Lieferkette, die wir dem Transitionspfad gegenüberstellen. Im Ergebnis muss sich für eine Investitionsentscheidung eine positive Nettowirkung auf die umweltrelevanten SDGs zeigen. Dabei bildet die Logik der geplanten EU-Taxonomie den Orientierungsrahmen zur Einstufung der Aktivität und der Kontroversen. Der aktiven Investmentphilosophie der Lloyd Fonds AG entsprechend sucht das Investmentteam darüber hinaus den intensiven Dialog mit dem Management der Unternehmen, nicht zuletzt, um den Transitionspfad zu begleiten sowie frühzeitig potenzielle Kontroversen aufzudecken. 

Sie wollen zudem mit dem WWF einen SDG-Algorithmus entwickeln? Was genau haben Sie sich hier vorgenommen?

Schmidt: Wir werden in den nächsten sechs Monaten zur Messung von Transitionspfaden ein innovatives SDG-Datenprojekt gemeinsam mit dem WWF Deutschland realisieren sowie ein Benchmarking zur CO2-Reduktion der Portfoliounternehmen in den Investmentfonds erstellen. Damit können wir dann anhand von konkret messbaren Daten den Erfolg der Transition überprüfen und den aktiven Dialog mit den Unternehmen schärfen. Wir nutzen für das Projekt unsere eigenentwickelte, hochleistungsfähige und skalierbare Digital Asset Plattform 4.0. Sie unterstützt unsere Fondsmanager schon heute bei der Integration von Nachhaltigkeitskriterien im Anlageprozess.

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