Lloyd Fonds platziert weniger als erwartet

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Das börsennotierte Emissionshaus Lloyd Fonds geht davon aus, im laufenden Jahr die prognostizierten Zahlen beim platzierten Eigenkapital und dem Jahresüberschuss nicht erreichen zu können. Das erzielbare Platzierungsvolumen wird jetzt bei 390 Millionen Euro (zuvor: 600 Millionen) angesiedelt, der erreichbare Jahresüberschuss soll bei 12 Millionen Euro liegen.

Lloyd Fonds sieht insbesondere in der internationalen Finanzkrise den Grund dafür, „dass sich die Anleger bei Abschlüssen von Neugeschäft für längerfristige Kapitalanlagen zurückhalten.“ Weiter teilt das Unternehmen mit, dass es „trotz bereits frühzeitig eingeleiteter Restrukturierungsmaßnahmen im eigenen Vertrieb, in deren Verlauf auch das Ausscheiden des Vertriebsvorstands Dr. Simon stattfand, nicht gelang, die geplanten Ergebnisse zu erreichen.“ Simon, der laut Lloyd-Pressemeldung von Ende Mai „auf eigenen Wunsch“ geht, steht offiziell bis Ende August noch beratend zur Seite und nimmt ab September die Tätigkeit als Finanzvorstand beim FHR Finanzhaus, dem Emissionshaus der Hesse Newman Bank, auf.

Mit Schiffsfonds will Lloyd Fonds bis Jahresende insgesamt 160 Millionen Euro Eigenkapital einwerben, mit Immobilienfonds 55 Millionen Euro. Auch bei den für institutionellen Investoren ins Leben gerufenen offenen Schiffsfonds erwartet Lloyd Fonds jetzt statt der 100 Millionen Euro nur noch 35 Millionen einwerben zu können.  Bezüglich seiner Dividendenpolitik will Lloyd Fonds indes keine Kursänderung vornehmen: Auch im kommenden Jahr sollen bis zu 90 Prozent des Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden.