Andreas Feiden, Geschäftsführer des Privatkundengeschäfts bei Fidelity

Andreas Feiden, Geschäftsführer des Privatkundengeschäfts bei Fidelity

Lohn-Neid: Großteil der Asiaten unterschätzt eigenes Lohnniveau

Die meisten Asiaten unterschätzen ihren Wohlstand. Sie gehen davon aus, dass sie schlechter verdienen als sie es tatsächlich tun. Zwar ist ihnen durchaus klar, wie viel am Ende des Monats auf ihrem Konto landet, allerdings glauben sie dass andere noch viel mehr als sie verdienen.

Dies geht aus einer Studie des Forschungsinstituts Nielsen Company hervor, die im Auftrag der Fondsgesellschaft Fidelity durchgeführt wurde. Die Forscher holten zunächst bei Behörden Informationen zur Einkommensverteilung in der Bevölkerung ein. Anschließend erstellten sie anhand dieser Informationen zehn Gehaltsstufen. Dann baten sie die Studienteilnehmer darum, ihre Gehaltsstufe selbst auf einer Skala von 1-10 einzuschätzen. Am Ende der Befragung mussten sie ihr tatsächliches Gehalt angeben.

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Das Ergebnis: Die meisten Befragten schätzten ihre finanzielle Situation im Vergleich zum Rest der Arbeitnehmer schlechter ein als sie wirklich ist. 66 Prozent gaben bei der Befragung eine zu niedrige Gehaltsstufe an. (siehe Grafik).

Noch größer ist der Lohn-Neid in den großen, rasch wachsenden Metropolen Neu-Delhi und Shanghai. Hier halten sich 79 beziehungsweise 78 Prozent aller Befragten zu Unrecht für zu arm.

Deutlich positiver fällt hingegen der Blick der Asiaten in die Zukunft aus. So gehen 80 Prozent der Befragten davon aus, dass sich ihr Gehalt in den nächsten 10 Jahren mindestens stabil entwickelt, oder sogar weiter verbessert. 90 Prozent glauben sogar, dass ihre Kinder ein mittleres oder hohes Einkommen beziehen werden.

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