„Nicht einfach nachzubauen“
6 / 6
Nicolas Pilz ist Geschäftsführer bei der Societas Vermögensverwaltung aus Düsseldorf. Bildquelle: Societas

Nicolas Pilz, Societas:

„Mischfonds decken verschiedene Anlageklassen innerhalb eines Fonds ab, entsprechend der Marktentwicklung passt der Fondsmanager die Gewichtung an. Der Anleger muss nur noch abgleichen, ob die Schwankungen des Mischfonds in sein persönliches Risikoprofil passen. Zudem gibt es steuerliche Vorteile, die bei langer Anlagedauer nicht zu unterschätzen sind.

Mischfonds haben meistens höhere interne Kosten. Es gibt naturgemäß auch keine individuellen Eingriffsmöglichkeiten in die Anlagestrategie. Entweder sie passt zum Anleger oder eben nicht.

Ob sich die traditionell höheren Gebühren bei einem Mischfonds lohnen, hängt letztlich vom Ergebnis ab. Da die Performance bereits nach Kosten ausgewiesen wird, kann sich jeder Anleger recht schnell selbst einen Überblick verschaffen. Sind die Ergebnisse über Jahre gut, sind auch höhere Gebühren leichter zu verschmerzen.

Einen Mischfonds kann man kaum mit einem ETF und einer sicheren Zinsanlage nachbauen. Der Mischfonds lebt davon – wie der Name sagt – die Anlageklassen aktiv je nach Marktlage über- und unterzugewichten. Der Nachbau wäre eher eine starre, einmalige Anlage ohne aktuelle marktbedingte Anpassungen.

Eine Alternative zum Mischfonds wäre, je nach Anlagevolumen, die klassische Vermögensverwaltung oder die digitalen Robo-Advisor, die üblicherweise sehr niedrige Eintrittsschwellen haben.“