Shoppen will gekonnt sein: Russlands Geldelite begutachtet Yachten und anderes Luxusgut auf der Moskauer Millionärsmesse. Quelle: Getty Images

Shoppen will gekonnt sein: Russlands Geldelite begutachtet Yachten und anderes Luxusgut auf der Moskauer Millionärsmesse. Quelle: Getty Images

Luxus: Das Zertifikat für Schiffe, Schampus und schöne Schlitten

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Die Reichen werden immer reicher, die Armen immer ärmer. Diese Kritik am privaten Reichtum schwelt seit Jahren, nicht nur in Deutschland. Die Berechtigung daran einmal dahingestellt, nimmt die Zahl der Dollar-Millionäre jedenfalls weltweit zu. Vor allem in Asien. Allein 2010 stieg die globale Zahl der Millionärshaushalte um gut 12 Prozent auf rund 12,5 Millionen. Die Gruppe der Millionäre ist klein, besitzt aber enorm viel Geld. Knapp ein Prozent der weltweiten Haushalte verfügt über 39 Prozent des globalen Vermögens.

Wer hat, kann sich auch andere Dinge gönnen als Otto Normalverbraucher. Statt McDonald’s-Burger, Bier und VW Golf sind Beluga-Kaviar, Champagner und Porsche Cayenne gefragt. Laut Studie der Boston Consulting Group sind besonders Neureiche konsumfreudig. Entsprechend gute Geschäfte machten Hersteller von Luxusgütern wie Polo Ralph Lauren, Louis Vuitton Moët Hennessy (LVMH) und Compagnie Financière Richemont in den vergangenen Jahren.

Am Reichtum verdienen


Wer am Reichtum der Vermögenden selber verdienen möchte, das Risiko einer einzelnen Aktie aber scheut, kann dies über Zertifikate auf Luxus-Indizes. Die Deutsche Börse bietet einen World Luxury Index (WKN: A0L LPU), auf den die französische Großbank BNP Paribas ein Open-Index-Zertifikat (BN1 LUX) herausgebracht hat.

Der Index setzt sich aus den Aktien der nach Marktkapitalisierung 20 größten Luxushersteller zusammen. Derzeit befinden sich im Index so illustre Mode-Firmen wie Burberry, Christian Dior und Estée Lauder, aber auch die Luxus-Hotelkette Shangri-La und das Kreuzfahrtunternehmen Carnival. Um Klumpenrisiken zu vermeiden, sind die Positionen allerdings auf 10 Prozent pro Unternehmen beschränkt. Eine Managementgebühr gibt es nicht.
Schön reich: Die bestbezahlten Models
Wer es ein wenig knackiger mag, greift zum Basket-Zertifikat Luxus Active Basket II der WestLB (WLB 3LX). Darin enthalten sind lediglich acht Luxus-Aktien weltweit, die alle Markenklassiker im Bereich Mode und Konsum sind. Dazu gehören neben LVMH, Polo Ralph Lauren und Richemont auch die Juweliere Luk Fook (Hongkong), Signet Jewelers (London) und Tiffany’s & Co. (New York).

Die Laufzeit des Basket-Zertifikats endet im März 2014. Beim Zertifikat fällt ein Prozent Strukturierungskosten für die möglicherweise halbjährliche Anpassung des Aktienkorbs an.

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