Ma Jun

Ökonom wechselt von Deutscher Bank zu chinesischer Notenbank

Der 50-jährige Ma Jun beendet damit eine 13 Jahre währende Tätigkeit für die Deutsche Bank, wie er in einem Schreiben an seine Kunden und das Finanzinstitut in einer internen Mitteilung erklärten, die beide Bloomberg News vorliegen.

Er bezeichnete die erwarteten ökonomischen Veränderungen in China als “sehr aggressiv”. Es handele sich um die Chance, verstärkt an der bevorstehenden nächsten Phase der ökonomischen Reformen in China mitzuarbeiten, teilte Ma in einem per E-Mail geführte Dialog mit Bloomberg News mit.

Die chinesische Wirtschaftspolitik steht vor der schweren Aufgabe, mehr Marktwirtschaft einzuführen, während sich das Wachstum abschwächt und die Risiken aus der boomenden Kreditvergabe zunehmen. Im März wurde die Handelsspanne der Devise Yuan verbreitert, als einer der nächsten Schritte dürfte die Notenbank Beschränkungen bei den Einlagensätzen abschaffen.

In einer Umfrage zur Wirtschaftsentwicklung von Bloomberg News im Januar stellte Ma ein Wachstum von 8,6 Prozent im laufenden Jahr in Aussicht. Er gab damit die höchste Schätzung der 50 befragten Ökonomen ab. Später wurde die Schätzung der Deutschen Bank auf 7,8 Prozent gesenkt.

Die makroökonomische Lage in China sei eine der besten in der chinesischen Geschichte, schrieb Ma in einer Studie im Januar. Es gebe ein stetig anziehendes Wachstum bei zugleich moderater Inflation.

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