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Madoff-Opfer Rückzahlung von sechs Milliarden Dollar

Die Opfer des Anlagebetrügers Bernard Madoff können sich auf eine weitere Runde an Geldzahlungen freuen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das New Yorker Konkursgericht, kann der Treuhänder 349 Millionen Dollar an die Geschädigten auszahlen.

Damit würden sich die bisher wieder beschafften und ausgezahlten Gelder auf fast 6 Milliarden Dollar belaufen. Das entspricht 34 Prozent der in Madoffs betrügerischem Schnellballsystem veruntreuten 17 Milliarden Dollar, wie Irving Picard, der Treuhänder für die Bernard L. Madoff Investment Securities, am Dienstag mitteilte.

Es steht nun bereits die vierte Runde an Auszahlungen an, seit die Verhaftung Madoffs 2008 die Liquidierung der Gesellschaft auslöste. Madoff, 75, verbüßt eine Gefängnisstrafe von 150 Jahren. Erst am Montag waren fünf ehemalige Mitarbeiter Madoffs der Jahrzehnte währenden Mithilfe bei dem Schneeballsystem für schuldig befunden worden.

„Unsere Aufgabe ist einfach: die höchstmögliche Summe der in dem Schneeballsystem gestohlenen Gelder zurückholen und an die rechtmäßigen Eigentümer so schnell wie möglich auszahlen”, erklärte Picard in der Mitteilung. Er führt dazu Prozesse und schließt Vergleiche mit vermeintlichen Begünstigten des Betrugs.

Die Auszahlungen umfassen Vorauszahlungen von bis zu 500.000 Dollar für jedes Opfer durch die Securities Investor Protection, unter deren Aufsicht die Liquidierung durchgeführt wird und die Picards Gebühren bezahlt. Insgesamt belaufen sich die Vorauszahlungen bislang auf 811 Millionen Dollar, sagte Picard.

Vor zwei Monaten einigte sich Picard mit JPMorgan Chase & Co. auf die Zahlung von 325 Millionen Dollar. Er hatte der Bank vorgeworfen, versäumt zu haben, den Betrug zu erkennen und von dem Betrug profitiert zu haben. JPMorgan einigte sich zudem darauf, weitere 218 Millionen Dollar zu zahlen, um zwei Sammelklagen beizulegen. Picard hat auch Ansprüche im Volumen von insgesamt rund 3,5 Milliarden Dollar gegenüber UBS, HSBC Holdings und Unicredit geltend gemacht. Die Banken bestreiten die Vorwürfe.
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