„Märkte werden jetzt abwärts tendieren“ 10 Marktbeobachter kommentieren den britischen Wahlausgang

Markus Ferber, CSU-Europaabgeordneter und erster stellvertretende Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament

Markus Ferber, CSU-Europaabgeordneter und erster stellvertretende Vorsitzende des Wirtschafts- und Währungsausschusses im Europäischen Parlament

„Zum zweiten Mal binnen eines Jahres ist das Vabanquespiel eines britischen Premierministers spektakulär fehlgeschlagen. Anstelle einer starken und stabilen Regierung herrscht Chaos und Ungewissheit - und das zum schlechtest möglichen Zeitpunkt. Die Brexit-Verhandlungen sollen in zehn Tagen beginnen und zum jetzigen Zeitpunkt ist vollkommen unklar, wer auf der britischen Seite des Verhandlungstisches sitzen wird und was die britische Position ist. Die EU sitzt bereits am Verhandlungstisch und wartet auf die Briten, bis es endlich losgehen kann.

Weitere Verzögerungen der Brexit-Verhandlungen bedeuten, dass bis zum Austrittsdatum des Vereinigten Königreichs nicht mehr als die Bedingungen eines geordneten Austritts verhandelt werden können. Das künftige Verhältnis zwischen EU und Vereinigten Königreich kann unter diesen Umständen jedenfalls nicht innerhalb der Frist bis März 2019 geklärt werden.“

Die Briten haben entschieden: Zwar konnten sich in den Wahlen am gestrigen Donnerstag die konservativen Tories unter Führung von Theresa May durchsetzen. Das Ergebnis fiel jedoch knapper aus, als die Premierministerin es sich erhofft hatte: Die Konservativen haben die Mehrheit im britischen Unterhaus verloren – eine herbe Niederlage für die Initiatorin der vorgezogenen Neuwahlen Theresa May. May hatte sich von den britischen Wählern Rückhalt für die kommenden Brexit-Verhandlungen erhofft. Dieser Plan ist nicht aufgegangen.

Nach dem unklaren Wahlergebnis geben Kapitalmarktexperten jetzt Prognosen zu den die Auswirkungen ab, die das Wahlergebnis auf Investoren hat. Wie die Kapitalmärkte auf den britischen Wahlausgang reagieren – und was Anlegern jetzt beachten sollten – erklären hier 10 Marktbeobachter.

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