Maklernachfolge Neuer Online-Rechner hilft beim Bestandsverkauf

Vertragsverhandlung: Das Resultate Institut für Unternehmensanalysen und Bewertungsverfahren hat einen Simulationsrechner entwickelt. Mit diesem Tool sollen Makler den Verkauf Ihres Betriebs besser planen können. | © LinkedIn Sales Navigator

Vertragsverhandlung: Das Resultate Institut für Unternehmensanalysen und Bewertungsverfahren hat einen Simulationsrechner entwickelt. Mit diesem Tool sollen Makler den Verkauf Ihres Betriebs besser planen können. Foto: LinkedIn Sales Navigator

Das Münchner Resultate Institut jetzt hat einen Prognose- und Vergleichs-Rechner entwickelt, der nach Unternehmensangaben „das wirtschaftlich bestmögliche Nachfolgemodell für Finanzanlagen- und Versicherungsmakler“ ermitteln soll. Die Kalkulation erfolge unabhängig davon, ob der Betriebsverkauf gegen Zahlung einer Rente, eines ratierlichen Kaufpreises oder des Gesamtbetrages erfolgen soll.

„Makler, die ihren Bestand über das Resultate-Select-Netzwerk verkaufen, erhalten neben der Bestands- und Vertragsgarantie auch Unterstützung bei der Bestandsübertragung“, wirbt Geschäftsführer Andreas Grimm für das neue Angebot. Denn die meisten Finanzanlagen- und Versicherungsmakler in Deutschland dürften sich schwertun, ihr Unternehmen oder ihren Bestand an einen Nachfolger zu übergeben.

„Nicht unerhebliches Missbrauchspotenzial“

Andreas Grimm, Resultate Institut

„Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Makler einen ‚echten‘ Nachfolger findet, ist sehr gering“, erklärt Grimm. Leichter sei es, einen anderen Makler zu finden, der expandieren möchte. „Am einfachsten jedoch ist es für einen Bestandsinhaber, seinen Bestand an einen professionellen Bestandsverkäufer zu verkaufen. Was leicht geht, muss aber leider nicht unbedingt lukrativ und frei von Risiken sein.“

„Professionelle Bestandskäufer dürften kaum Interesse daran haben, einem Bestandsinhaber tatsächlich seriös zu berechnen, welche Vergütung er bei welchem Nachfolgemodell tatsächlich erwarten darf“, so Resultate-Chef Grimm weiter. „Zumal einige der am Markt angebotenen Modelle durchaus ein nicht unerhebliches Missbrauchspotenzial zu bieten scheinen.“

„Bestandsverkauf ist meist irreversibel“

Da außerdem steuerliche Aspekte für die meisten Anbieter kaum eine Rolle spielen, bestehe die „Gefahr, dass ein Makler zum Ende seines Berufslebens das falsche Modell wählt und erhebliche finanzielle Verluste hinnehmen muss“, warnt Grimm. „Eine Fehlentscheidung beim Verkauf seines Bestands oder seines Unternehmens ist jedoch meist irreversibel.“

Beim neuen Resultate-Rechner filtere das System dagegen alle Kaufmodelle heraus, deren Zugangsbedingungen der Makler oder sein Bestand nicht erfüllen oder die nicht den Wünschen des Verkäufers entsprechen. „Für die verbleibenden Bestände ermittelt das Programm die zu prognostizierten Jahresauszahlungen, die voraussichtlich resultierende Steuerlast und dann den Barwert des Modells.“

Modell mit wirtschaftlich größtem Nutzen

„Nach der Analyse weiß der Makler, welches Bestandskaufmodell für ihn den wirtschaftlich größten Nutzen verspricht“, erklärt Grimm. „Der Makler erhält neben dem Barwert nach Steuern, auch die Zeitreihe der prognostizierten Auszahlungen sowie eine Beschreibung der Stärken und Schwächen des Modells und kann so entscheiden, ob er seinen Bestand zu den Konditionen des indikativen Angebots abgeben möchte.“

Abgabewillige Makler sollen mit dem logistischen Aufwand der Bestandsübergabe nicht überfordert sein, sagt Resultate-Chef Grimm. Daher habe das Unternehmen mit allen Netzwerkpartnern Verabredung getroffen: Sie sollen dem Makler auch logistische Unterstützung bei der datenschutzkonformen Übertragung des Bestands bieten. Das solle eine möglichst hohe Übertragungsquote sicherstellen.