Maklerpools stehen vor einer Neuordnung Fondsfinanz will Softfair an Versicherer verkaufen

Norbert Porazik (links) und Markus Kiener, Geschäftsführende Gesellschafter des Maklerpools Fondsfinanz.  | © Fonds Finanz Maklerservice

Norbert Porazik (links) und Markus Kiener, Geschäftsführende Gesellschafter des Maklerpools Fondsfinanz. Foto: Fonds Finanz Maklerservice

Erst vor zwei Jahren hatten die beiden Fondsfinanz-Gesellschafter und –Geschäftsführer Norbert Porazik und Markus Kiener über das eigens hierfür Unternehmen Finanzsoft das Hamburger IT-Haus Softfair übernommen, das sich auf Programme für die Verwaltung des Maklergeschäfts und Vergleichstools für Versicherungstarife spezialisiert hat. Nun planen sie einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (SZ) zufolge den Verkauf der IT-Schmiede an Versicherer.

Bis zu 100 Prozent wollen die beiden nach Angaben der „SZ“ verkaufen, Versicherungskonzerne können bis zu drei Prozent erwerben. Über diesen kleinteiligen Verkauf soll erreicht werden, dass sich möglichst viele Versicherer beteiligen und an der Gestaltung der Programme mitwirken.

Dies könnte der Beginn einer weitreichenden Neuordnung bei den Pools sein, so das Blatt. Der Markt müsse auf den starken Druck durch Vergleichsportale wie Check24 und durch Start-ups antworten, zitiert das Blatt Fondsfinanz-Mitgeschäftsführer Porazik.

Der geplant Verkauf sei eine Reaktion auf Veränderungen im Markt, so die „SZ“: So habe der Großvertrieb Swiss Life Select (ehemals AWD) seine Software-Vereinbarung mit Softfair gekündigt und platziere sein Geschäft ab Januar kommendes Jahres vorwiegen über die Plattform des Softwarehauses Franke & Bornberg. Auch das Start-up Wefox sorge für Unruhe. So plane der Gründer Julian Teicke den Kauf und die digitale Neugestaltung eines Maklerpools. Mit dem Verkaufsangebot wolle Fondsfinanz seine Rivalen unter Druck setzen, so das Blatt.