Beispielsweise stammen knapp zwei Drittel des globalen Bedarfs von Kobalt bereits heute aus Bergwerken der Demokratischen Republik Kongo in Afrika. Ein Bombengeschäft für die oft ausländischen Betreiber der Minen – die Einheimischen sind jedoch an den Gewinnen des Kobalt-Geschäfts nicht beteiligt. Mehr Heuchelei geht nicht! Selbst das ZDF schreibt mittlerweile: „die Gewinnung der Rohstoffe für die Akkus ist menschenverachtend und umweltschädigend.“  Abgesehen davon haben wir in Deutschland weder die erforderliche Infrastruktur, die erforderlichen Fahrzeuge in ausreichender Stückzahl, noch den Willen in der Bevölkerung für eine rasche Elektrifizierung des Automobilmarktes. Gegenwärtig wird nur einer von 1.000 Pkw auf deutschen Straßen elektrisch angetrieben. Bei Neuverkäufen sind es nur sieben von 1.000. Demzufolge sehen wir für 2019 nicht das Jahr des Elektroautos.

Deutschland ist nicht der große Euro-Gewinner

Deutschland ist nicht – wie fälschlicherweise von der Politik immer wieder behauptet – der große Euro-Gewinner, denn seit Euro-Einführung ging es mit dem deutschen Wohlstand in Relation zur gesamten EU bergab. 1998 lag das BIP (je Einwohner in Kaufkraftstandards) in Deutschland bei 125 Prozent, Ende 2017 nur noch bei 123 Prozent. Die großen Verlierer des Euro sind die Länder Südeuropas. Größter Profiteur ist das Niedrigsteuerland Irland (183 Prozent).  Mehr denn je wird ersichtlich, dass der Euro Europa trennt, anstatt es zu einen und folglich ist ein Ende der Eurozone absehbar. Dies wird bis spätestens 2023 der Fall sein.

Brexit – ein Alptraum für Nordeuropa

Der Brexit wird kommen und wir erwarten einen harten und schmutzigen Brexit. Im Falle eines harten Brexits gehen wir davon aus, dass wir bald die größte Steueroase mitten in Europa haben werden – Großbritannien.

Zumeist wird in den Medien nur über die gravierenden Folgen für Großbritannien – zweitgrößte Volkswirtschaft Europas – gesprochen, aber nicht für Deutschland. Der Brexit wird für Deutschland teuer, sehr teuer. Zuerst müssen die Gelder, welche durch den Brexit entfallen auf die übrigen Mitgliedsstaaten verteilt werden. Demgemäß werden Mehrbelastungen auf den größten Nettozahler Deutschland zukommen. Wesentlich teurer zu stehen kommen wird uns die „Sperrminoritätsregel“ im Ministerrat. Mit dem Verlassen Großbritanniens ist das Gleichgewicht innerhalb der EU unwiederbringlich gestört und die Südeuropäer haben ab dann die Mehrheit im Europäischen Rat und können folglich die Nordeuropäer überstimmen. Ein jeder kann sich ausmalen was da auf uns zukommen wird und wer die Rechnung begleichen darf. Wir gehen von erheblichen Mehrkosten für Deutschland in Zukunft aus.

EU und Euro – Extreme Parteien auf dem Vormarsch

Die EZB wird auch 2019 weiterhin ihre irrsinnige Politik des billigen Geldes verfolgen. Die Zinsen sind, wie von uns vor einem Jahr an gleicher Stelle prognostiziert, weiterhin bei Null und werden dort auch noch bleiben. Die Preise werden jedoch weiter steigen. Zwar hat die EZB ihr Aufkaufprogramm offiziell aufgegeben, dies ist jedoch eine Mogelpackung, denn die EZB wird auslaufende Anleihen mit neuen Anleihen ersetzen. Dies wird um die 200 Milliarden Euro im Jahr ausmachen. Sobald eine Rezession kommt, gehen wir davon aus, dass wir ganz schnell wieder Aufkaufprogramme sehen werden, da die südlichen Länder der Eurozone ansonsten Hopps gehen. Auch Negativzinsen sind 2019 möglich. Die Inflation befindet sich mit 2,5 Prozent auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Wie lange lassen wir Bürger uns noch von der EZB enteignen?