Mark Mobius: „Schwellenländer befinden sich jetzt in einer langfristigen Hausse“
Zwischenzeitlich rechnet Mobius zwar mit Korrekturen, die durch die zahlreichen Leerverkäufe, den zunehmenden Einsatz von Derivaten und die globale Marktexpansion ausgelöst werden. Diese werden jedoch nur vorübergehend sein. „Kurzfristige Volatilität kann Investoren reizvolle Einstiegsmöglichkeiten eröffnen, wenn die Bewertungen auf attraktives Niveau fallen“, schreibt Mobius. Längerfristig werde das starke Wirtschaftswachstum in diesen Ländern auf die Finanzmärkte durchschlagen.
Im abgelaufenen Jahr haben Entwicklungsländer laut Mobius von starken Kapitalzuflüssen, höheren Währungskursen und Rohstoffpreisen sowie von ihrer robusten Wirtschaftstätigkeit profitiert. So schlossen sie das Jahr 2010 mit einem Plus von 19,2 Prozent in US-Dollar ab. Der MSCI Emerging Markets Index in US-Dollar legte im vierten Quartal 2010 um 7,4 Prozent zu.
Spitzenreiter waren im letzten Vorjahresquartal Argentinien und Pakistan, die zum Quartalsende Renditen von mehr als 20 Prozent in US-Dollar vorweisen konnten. Taiwan, Mexiko, Russland und Südkorea verzeichneten ebenfalls zweistellige Zuwächse. Zu den Verlierern zählten Ungarn, Kolumbien – und auch die Türkei, wo die Finanzaufsichtsbehörde SPK im November Ermittlungen gegen Mobius wegen Marktmanipulation startete. Mittlerweile sind die Ermittlungen beendet: Wie Franklin Templeton mitteilte, hat die Behörde keine Regelverstöße von Mark Mobius feststellen können.
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