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Mark Mobius über Rumänien: Ausländische Investoren haben oft keine Ahnung

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Dass Investoren bei Grenzmärkten zunächst an Nordafrika und den Nahen Osten denken, hat laut Mobius mit deren Vormachtstellung in Vergleichsindizes wie dem MSCI Frontier Markets Index zu tun. Osteuropäische Grenzmärkte wie die Ukraine oder Rumänien werden hingegen oft übersehen. Zu Unrecht, meint der Schwellenmarkt-Experte und Templeton-Urgestein. Schließlich bieten diese Länder aufregende Anlagechancen.

In Bezug auf Rumänien sind ausländische Investoren oft schlecht informiert und haben ganz falsche Vorstellungen, so Mobius. Er rät, über den ersten Eindruck hinausblicken und sich Einblick zu verschaffen, was vor Ort wirklich passiert. Denn dann sieht man in Rumänien enorme Wachstums- und Anlagechancen, erklärt der Manager im Namen seines Arbeitgebers Templeton, der das Geschäft dort ausbauen will.

Rumänien, das 2007 der Europäischen Union (EU) beigetreten ist, führt derzeit maßgebliche Reformen durch, die nach Mobius’ Meinung die Kapitalmärkte des Landes stärken werden. Das 20 Milliarden Euro schwere Hilfspaket der EU trug zur Stützung der Landesmärkte bei und nahm Druck von der rumänischen Währung, dem Leu. Zudem ermöglichte das Rettungspaket der Regierung, das Haushaltsdefizit auf rund 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) herunterzufahren. „Außerdem war das Paket an ein Reformprogramm geknüpft, das das Land auf den richtigen Kurs bringen soll“, so Mobius.

Ein Bereich, der durch die EU-Mittel finanziert wird, ist die Entwicklung der Infrastruktur. Das macht die Branche für Mobius besonders interessant. „Unternehmen aus den Branchen Bau und Baustoffe stellen potenziell reizvolle Anlagechancen dar“, sagt er. Auch im Stromsektor rechnet der Experte angesichts der steigenden Nachfrage mit beträchtlichem Wachstum.

Ausländische Investoren konnten sich in den vergangenen drei Jahren nicht entscheiden, was sie von Rumäniens Börse halten sollten. 2007 stieg der Prozentsatz gebietsfremder Käufer an der Börse von Bukarest sprunghaft auf 40 Prozent an; 2009 fiel er wieder auf rund 23 Prozent. Entsprechend gab der MSCI Romania Index von seinen 2007 und Anfang 2008 verzeichneten Hochs aus Ende 2008 und 2009 drastisch nach; viele Investoren verfielen von übertriebenem Optimismus in extremen Pessimismus. Doch nur wer geduldig abwartet und nicht in Panik verfällt, wenn es kurzfristig turbulent wird, kann laut Mobius von den enormen Wachstumschancen des rumänischen Marktes profitieren.

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