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Marktausblick Invesco Liquidität in US-Dollar ist der entscheidende Diversifikator

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Cash weiterhin bevorzugt – mit Ausnahmen

Cash bleibt unser bevorzugter Diversifikator: Geldmarktanlagen erwirtschaften zwar nur geringe Erträge. Sie weisen aber auch niedrige Volatilität und Korrelation mit anderen Anlageklassen auf. Wir halten daher an der maximalen Cash-Allokation von 10 Prozent fest. Fast alle Optimierungsprozesse signalisieren, dass Liquidität maximal gewichtet sein sollte. Einzige Ausnahmen bilden die Optimierungen für die Basiswährungen Schweizer Franken und Euro. Dies hängt mit den negativen Geldmarktzinsen in den dazugehörigen Währungsräumen zusammen.

Konjunkturmotor Services hält noch Stand

In unserer Juli-Veröffentlichung haben wir mehrere beunruhigende Entwicklungen im Konjunktur- und Finanzmarktzyklus hervorgehoben: etwa dass sich die globalen Handelsströme verlangsamt haben. Und dass sich die Konjunktur in der Automobilindustrie und im Verarbeitenden Gewerbe abgeschwächt hat. Die nachfolgende Grafik verdeutlicht die globalen Trends am Beispiel der USA. Dort ist der ISM-Einkaufsmanager-Index, der auf die Entwicklung des Geschäftsklimas schließen lässt, im August 2019 unter 50 Zähler gefallen.

Geschäftsklima in den USA: Dienstleistungen halten sich besser

Der Dienstleistungssektor hat sich derweil deutlich besser gehalten, obwohl er sich – gemäß dem globalen Trend – ebenfalls abgeschwächt hat. Zwar ist das Service-Segment in den meisten Industrieländern für den größten Anteil an der Wirtschaftsleistung verantwortlich. Das Verarbeitende Gewerbe gilt aber als Vorbote später eintretender Entwicklungen im Dienstleistungssektor.

In welcher Verfassung befindet sich die Weltwirtschaft?

Die Jahresrate des globalen Geldmengenwachstums lag im Juni 2019 bei lediglich 4,5 Prozent. Dies dürfte mit dem langsameren globalen Schuldenaufbau zusammenhängen. Da die Kreditschöpfung ein wichtiger Wirtschaftsmotor ist, könnte eine Fortsetzung dieses Trends das nominale globale BIP-Wachstum bremsen.

Ob das Geldmengenwachstum nun Schuld ist oder nicht – in jedem Fall lässt das globale Exportwachstum nach. Die nachfolgende Grafik zeigt, dass dieses inzwischen nahezu bei null liegt. Vor kurzem hatte es noch mehr als 10 Prozent betragen. Es wäre allerdings zu einfach, die Ursache dem Handelskonflikt zwischen den USA und China zuzuschreiben. Es dürfte sich viel eher um eine Abschwächung auf breiterer Basis handeln: Das globale BIP ist im ersten Quartal 2019 um lediglich 3 Prozent gewachsen.

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