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Marktbericht zu Private Equity: Investoren wenden sich ab

Quelle: Fotolia
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Nach einer überwiegend schlechten Performance im Krisenjahr 2008 wandten sich Investoren 2009 von den Beteiligungsgesellschaften ab. Nach Angaben des Datenanbieters Preqin sammelten die insgesamt 482 Private Equity Fonds weltweit gerade einmal 246 Milliarden US-Dollar ein. Das ist ein Rückgang von 61 Prozent gegenüber dem Vorjahr und das schlechteste Ergebnis seit 2004.

Eine rasche Rückkehr zu alten Glanzzeiten sei unwahrscheinlich, meinen die Preqin-Experten. Schließlich hätten die Investitionen mit 35 Milliarden Dollar gerade im letzten Quartal des vergangenen Jahres ihren Tiefpunkt erreicht. Zudem gaben 40 der 100 von Preqin befragten Investoren an, 2009 auf jegliches Private-Equity-Engagement verzichtet zu haben.

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Das Einsammeln neuen Kapitals gestaltet sich somit immer schwieriger. Während 2007 eine Gesellschaft im Schnitt nur 12 Monate benötigte, um einen Fonds zu schließen, sind es mittlerweile 18 Monate. Die größten Probleme haben dabei laut Preqin die Mega-Fonds. „Der Trend geht hin zu kleineren bis mittelgroßen Fonds sowie zu Vehikeln, die sich auf spezielle Regionen konzentrieren“, so die Forscher.

In Deutschland stieg das Investitionsvolumen im zweiten Halbjahr

Auch in Deutschland ging das Investitionsvolumen von knapp 22 auf 11,3 Milliarden Dollar zurück (das entspricht 15,1 beziehungsweise 7,8 Milliarden Euro). Doch während die gesamte Branche gerade Ende 2009 ihren Tiefpunkt erlebte, stieg in Deutschland im zweiten Halbjahr der Wert der Transaktionen erstmals wieder deutlich von 2,8 auf 5 Milliarden Euro. Dies geht aus einer Studie der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Ernst & Young hervor.
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