Markus Richert von Portfolio Concept Der Ehemann ist keine Altersvorsorge!

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Dennoch machen sich laut einer Studie der Vermögensverwaltung Amundi 44 Prozent der weiblichen Befragten zwischen 35 und 55 Jahren keine Gedanken über Altersvorsorge. Dabei hat das vermeintlich schwache Geschlecht gerade bei der Aktienanlage alle Trümpfe in der Hand. Studien belegen, dass Frauen die besseren und erfolgreicheren Anleger sind. Sie sind wesentlich geduldiger als ihre männlichen Kollegen und meiden unkalkulierbare Risiken. Eigenschaften wie Beharrlichkeit und Nervenstärke sind in der Finanzwelt eher bei Frauen zu finden.

Fast alle Forschungen zu diesem Thema zeigen, dass Frauen Risiken umsichtig verwalten, langfristig denken, relativ unvoreingenommene Entscheidungen treffen und letztendlich häufig eine höhere Kapitalrendite erzielen. Eine Untersuchung der US-Fondsgesellschaft Fidelity kam 2017 zu dem Ergebnis: Weibliche Kunden erwirtschaften im Schnitt 40 Basispunkte mehr als Männer. Trotzdem haben einer Studie der US-Bank JP Morgan Chase aus dem Jahr 2017 zufolge zwar 55 Prozent der Frauen in Deutschland Geld auf dem Sparbuch, aber nur 13 Prozent in Aktien investiert. Bei Männern steht die Quote bei 50 zu 23. Ein breites Aktien- und Wertpapierportfolio ist gerade für Frauen als private Absicherung interessant, weil das Geld dann arbeitet, egal ob die Anlegerin gerade Kinder großzieht oder im Büro ist.

Um einen Überblick über die finanzielle Situation zu erhalten, empfiehlt sich ein ausführlicher und vollständiger Finanzplan. Gerade für Ehepaare bildet er eine sinnvolle Entscheidungsgrundlage. Denn damit lässt sich einfach und anschaulich darstellen, wie „Frau“ finanziell ohne „Mann“ aufgestellt ist. Mitunter müssen nur Kleinigkeiten umgestellt werden, damit auch in der Vermögensbilanz wirklich Gleichberechtigung herrscht.

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