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Jens Kummer von Mars Asset Management

Jens Kummer von Mars Asset Management

Mars Anlegerampel April 2015

Regionale Gewinnentwicklung befindet sich an Scheideweg

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Während sich die Standardmärkte in Deutschland, Europa und den USA nach dem teils bärenstarken ersten Quartal nun leicht verlangsamen, machen die Schwellenländer einen deutlichen Sprung nach vorne. Anscheinend suchen die Investoren in ihrem Kaufrausch nach Märkten, die in den letzten Monaten zurückgeblieben sind. Dies gilt sowohl für Aktien als auch für Anleihen.

Ein Großteil der Performance geht dabei auf die Währungsentwicklung zurück, denn der Euro hat jüngst seinen Abwärtstrend wieder aufgenommen. Die Politik der EZB wirkt also auch hier und schwächt den Euro im Nebeneffekt ab.

Dies hilft den exportorientierten Unternehmen in Europa. US-Unternehmen, die Gewinner der letzten Jahre, verspüren dagegen aufgrund der Dollar-Stärke starken Gegenwind. Die Analysten revidieren deshalb die Gewinnschätzungen für den US-Markt deutlich nach unten, während in Europa und in den Schwellenländern der Gewinntrend seitwärtsgerichtet ist. Japan kristallisiert sich als der große Nutznießer im globalen Währungskrieg heraus. Im letzten halben Jahr wurden die Gewinnschätzungen für die japanischen Unternehmen stetig nach oben revidiert.

Auch an den Anleihemärkten hält der Kursaufschwung an. Deutsche Staatsanleihen mit einer Laufzeit von fünf bis sieben Jahren werfen eine negative Rendite von jährlich 0,1 Prozent ab. Wer noch eine hohe Renditeerwartung bei zinstragenden Papieren sucht, findet bei Anleihen aus Schwellenländern eine jährliche Rendite von 6,2 Prozent.

Die Nachrichtenlage aus den Krisenregionen wie Griechenland und der Ukraine hat nur noch Auswirklungen auf die lokalen Kapitalmärkte. Mögliche „Ansteckungseffekte“ sind nicht erkennbar. Zudem gibt es Indizien, dass man Athen nicht um jeden Preis im Euro halten wolle.



Die MARS Anlegerampel hat sich gegenüber dem Vormonat kaum verändert. Die MARS Anlegerampel zur taktischen Steuerung steht deshalb für alle Anlageklassen (mit Ausnahme der Rohstoffe) weiterhin auf Grün, während die Renditeerwartungen geringfügig gesunken sind.

Aktien bleiben für uns mit Blick auf die Renditeerwartung erste Wahl. In der taktischen Anlagepolitik gilt es aber zwischen den verschiedenen Ländern und Regionen zu differenzieren. Ein Übergewicht ist in Europa, Japan und bei den Schwellenländern derzeit sinnvoll.

Die Währung ist es auch, die über das Vorzeichen bei der Performance von Goldanlagen entschied. Während der Goldpreis in Euro gemessen um 10 Prozent zulegte, gab er in US-Dollar betrachtet seit Jahresanfang nach. An den Fundamentaldaten des gelben Edelmetalls hat sich währenddessen nichts geändert. Und so bleibt es dabei: Etwas Gold gehört aktuell in ein diversifiziertes Anlegerportfolio.

Die aktuellen Zustände werden jedoch nicht ewig anhalten. In jedem Bereich, von den Inflationsraten bis hin zu den weltpolitischen Problemen, befindet man sich auf brüchigem Eis. Die integrierte Risikoanalyse der MARS Anlegerampel warnt vor statistischen Auffälligkeiten und einem möglichen Absinken einzelner Märkte. In unsicheren Situationen wird der frühzeitige Ausstieg aus riskanten Anlagen präferiert und der Portfoliowert geschützt bis wieder Signale für ein Erstarken des Marktes ausgelöst werden.


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