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Mars Anlegerampel im September 2014 Keine Angst vor Leitzinserhöhungen

Jens Kummer, Mars Asset Management, Bad Homburg
Jens Kummer, Mars Asset Management, Bad Homburg
Seit mittlerweile fünf Jahren halten die großen Notenbanken rund um die Welt die Zinsen extrem niedrig. Hinzu kommen diverse Programme zum Aufkauf von Anleihen, um die Liquiditätsversorgung an den Märkten noch weiter verbessern.

Normalerweise muss eine solche Politik irgendwann zu Inflation führen, weil billige Kredite und die Aufkaufprogramme der Notenbanken die Geldmenge erhöhen. Doch bisher ist davon nichts zu sehen - zumindest nicht dort, wo alle hinschauen: bei den Verbraucherpreisen.

Stattdessen steigen alle Vermögenspreise – angefangen von Immobilien, über Staats- und Unternehmensanleihen bis zu Beteiligungspapieren. Solange die Notenbanken umfangreiche Maßnahmen ankündigen oder die Aussagen wiederholen, die Zinsen noch für lange Zeit tief zu belassen oder sie erst dann zu erhöhen, wenn die Wirtschaft wieder auf stabilen Beinen steht, bleibt der Kurs „Vermögensinflation“ bestehen.

Diese Phase geht erst zu Ende, wenn die Notenbanken mit scharfen Strategiewechsel überraschen. Die Marktteilnehmer könnten dann in Bezug auf das Timing und die Geschwindigkeit etwaiger Zinsschritte auf den falschen Fuß erwischt werden. Doch ein solches Szenario steht nicht unmittelbar vor der Tür.



Weitaus realistischer ist eine „langsame Normalisierung“ der Leitzinsen. Die Futures-Kontrakte zeigen die Erwartungen der Marktteilnehmer, dass über die nächsten 24 Monate die Fed Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit steigen werden. Jedoch rechnen die Marktteilnehmer nicht mit einer Zinsexplosion, sondern mit kleinen Schritten in Richtung 1,8 Prozent im Dezember 2016. Die Eurozone ist von einer „Zinsnormalisierung“ weit entfernt und wird auch auf Sicht der nächsten 2 Jahre bei der Nullzinspolitik verharren.

Die Mars Anlegerampel weist deshalb weiter auf ein niedriges Risiko bei Vermögenspreisen hin, da die Weltwirtschaft nur Schritt für Schritt auf den Wachstumspfad zurückfindet, die Inflation niedrig ist und die Notenbanken weiter mit einer sehr lockeren oder nur lockeren Geldpolitik unterstützen.

Auf Sicht der nächsten Monate bleiben Aktien erste Wahl, da festverzinslichen Anlagen keine oder nur eine geringe Rendite abwerfen. Nur Gold steht auf Rot. Aktuell erfüllt Gold nicht die Funktion eines Krisenbarometers und befindet sich seit mehreren Wochen in der Seitwärtsbewegung.



Weitere Informationen zu den langfristig erzielten Anlegerrenditen können unter [email protected] bezogen werden. Die Erkenntnisse der Anlegerampel spiegeln sich in dem Mars 10 UI (WKN: A1WZ07) und Prima - Top 20 (WKN: A0NJKJ) wider, den Mars berät.
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