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Martin Blessing Commerzbank-Chef erwartet ein herausforderndes Jahr 2016

„Das Ergebnis der ersten drei Monate dürfte unter dem des letzten Quartals liegen", sagte Martin Blessing auf der Hauptversammlung am Mittwoch in Frankfurt. „Das wirkt sich auch auf das Gesamtjahr aus: Es wird deutlich ambitionierter, das Konzernergebnis von 2015 zu erreichen."

Europäische Banken reduzieren ihre Gewinnschätzungen, nachdem die turbulenten globalen Märkte, die rekordniedrigen Zinsen und das ins Stocken geratene Wachstum im Euroraum an den Erträgen zehren. Die zweitgrößte deutsche Bank sagte im vergangenen Monat, sie erwarte eine leichte Verbesserung beim Gesamtjahresgewinn, nachdem sie die Kosten gesenkt und toxische Aktiva schneller als erwartet entsorgt hatte.

Zielsetzung nicht realisierbar

Bereits im Februar hatte die Commerzbank erklärt, sie werde dieses Jahr wahrscheinlich ihr Ziel für die Verbesserung der Eigenkapitalrendite und beim Verhältnis von Kosten zu Erträgen verfehlen.

Am Mittwoch nannte Blessing dafür zwei Gründe: zum einen seien die Zinsen deutlich gesunken, seit die Ziele 2012 festgelegt wurden. Zum anderen seien die Kosten für die Regulierung in den letzten Jahren deutlich gestiegen.

Die Commerzbank-Aktie fiel in Frankfurt um 2,7 Prozent auf 8,23 Euro, nachdem sie zuvor gestiegen war. In diesem Jahr hat die Aktie etwa 14 Prozent verloren.

Blessing, 52, wird Ende des Monats als Vorstandschef zurücktreten. Nachfolger wird Martin Zielke, der die Privatkundensparte der Bank sanierte. Die Commerzbank wird am 3. Mai den Gewinn für das erste Quartal vorlegen.

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