Martin Mack und Herwig Weise über den jüngsten Goldpreis-Anstieg „Das größte Geld-Experiment der Menschheit ist gescheitert“

In den Performance-Listen wieder obenauf: Martin Mack (links) und Herwig Weise

In den Performance-Listen wieder obenauf: Martin Mack (links) und Herwig Weise

// //

DER FONDS: Ihr vor allem auf Gold setzender Mischfonds M&W Privat liegt seit Jahresbeginn mit 27 Prozent im Plus, aber mit 47 Prozent noch besser läuft der auf Aktien fokussierte M&W Capital. Das lässt auf einen ebenfalls recht hohen Goldanteil schließen.

Herwig Weise: Im M&W Capital finden sich derzeit ausschließlich Aktien aus dem Edelmetallsektor. Aktuell macht ihr Anteil mehr als 70 Prozent aus. Dieser Sektor hatte zwischenzeitlich nach mehrfachen, von Panik begleiteten Ausverkäufen Kursniveaus erreicht, die man nicht nur als antizyklischer Investor nutzen musste, sondern auch mit Blick auf die Konsequenzen der völlig irrwitzigen Geldpolitik.

Zu deren schärfsten Kritikern Sie seit Jahren zählen …

Martin Mack: Ein mittlerweile rund 200 Billionen US-Dollar schweres globales Schuldenproblem versuchen die Regierungen und Notenbanken dadurch zu lösen, dass sie noch mehr Schulden machen. Die daraus resultierenden Negativzinsen führen das Geldsystem ad absurdum. Auch die Diskussionen um Helikoptergeld und mögliche Bargeldverbote zeigen, dass das größte Geld-Experiment der Menschheit de facto schon gescheitert ist. Daher haben wir uns in den vergangenen Jahren immer stärker auf die einzig ultimativen Krisenwährungen Gold und Silber fokussiert.

Welche Aktien im M&W Capital liefen besonders gut?

Mack: First Majestic Silver zum Beispiel – die Aktie verzeichnete seit Jahresbeginn zeitweise ein Kursplus von mehr als 250 Prozent. Auch Yamana Gold war eine gute Wahl, ebenso wie Barrick Gold, Pan American Silver und Newmont Mining.

Mit 22 Prozent ist die Liquidität im M&W Capital mehr als doppelt so hoch wie im M&W Privat. Warum dieser Unterschied?

Mack: Das liegt an der hohen Volatilität des Edelmetallaktien-Sektors. Im Januar-Tief haben wir hinzugekauft, während der Kursrally jedoch nicht. Sollte es zu einer Korrektur kommen, haben wir ausreichend Mittel, um günstig hinzuzukaufen.