Maschmeyer-Gesellschaft öffnet sich für Anleger

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Nun ist es endlich soweit: Carsten Maschmeyer darf seine private Investmentgesellschaft Paladin für externe Investoren öffnen. Angekündigt hatte er diesen Schritt bereits vor gut einem Jahr, nach etwa drei Wochen Prüfung hat jetzt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungen (BaFin) grünes Licht gegeben.

Damit können sich ab jetzt Investoren am Imperium des AWD-Gründers beteiligen. Maschmeyer plant allerdings, Anleger lediglich projektbezogen mit ins Boot zu holen. Um die Gesellschafterstruktur nicht unnötig kompliziert zu machen, solle das Engagement jedoch nicht unter fünf Millionen Euro liegen.

Bisher verwaltet Paladin, das er als seine „Handelsabteilung“ bezeichnet, ausschließlich Maschmeyers privates Vermögen. Investiert wird in Aktien von unterbewerteten Unternehmen. Hier liege momentan ein neunstelliger Betrag, dessen erste Zahl „keine Eins ist.“

Sein Vermögen machte Carsten Maschmeyer mit dem Strukturvertrieb AWD, den er 1988 gründete. Vor sechs Jahren verkaufte er seinen Mehrheitsanteil an den Schweizer Lebensversicherer Swiss Life und hat sich auch von sonstigen Beteiligungen, etwa an dem Finanzunternehmen MLP, getrennt. Sogar seinen Platz im Aufsichtsrat von Swiss Life hat er mittlerweile zurückgegeben.

Berühmt wurde Maschmeyer auch durch seine Nähe zur Politik, besonders in Person von Christian Wulff, dessen Wahlkampf Maschmeyer über Umwege finanziert haben soll. Auch sonst fühlte er sich zwischen den Mächtigen des Landes sehr wohl, wie Sie in unserer Bildstrecke sehen können. Neben seiner Nähe zu Politikern sorgte vor allem ein Film der ARD für Schlagzeilen, der die teils fragwürdigen Vertriebspraktiken bei AWD dokumentiert. Maschmeyer versuchte die Ausstrahlung des Films mit einem Brief an alle ARD-Intendanten zu verhindern, was jedoch misslang.

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