Maschmeyer tritt in die Pedalen

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Mit dem Kauf von weiteren 4 Prozent steigert Maschmeyer seinen Anteil an den Mifa-Werken auf insgesamt 33 Prozent. Damit ist der umstrittene Gründer des Finanzvertriebs AWD größter Aktionär des Fahrradherstellers.

Ein Übernahmeangebot macht Maschmeyer trotzdem nicht. Dies sei, laut einer Pressemitteilung der Mifa, weder angestrebt, noch nötig. Die Mifa-Aktie ist im Freiverkehrssegment der Münchner Börse notiert. Dort ist kein öffentliches Übernahmeangebot bei Erreichen von 30 Prozent der Anteilen erforderlich.

Der gebürtige Bremer stieg bereits am 6. Oktober 2011 mit 29,10 Prozent bei dem Fahrradproduzenten ein. Seitdem verdoppelte sich der Unternehmenswert auf rund 65 Millionen Euro. Zuletzt legte die Aktie um 9 Prozent auf 8,70 Euro zu. Damit ist Maschmeyers Mifa-Anteil nun 22 Millionen Euro wert.

Das Mifa-Werk mit Sitz in Sangershausen, Sachsen-Anhalt, ist aus dem Volkseigenem Betrieb (VEB) Mifa Fahrradwerke Sangershausen der DDR hervorgegangen. Es ist seit 2004 an der Börse gelistet. Der nach eigenen Angaben größte deutsche Fahrradhersteller produziert hauptsächlich für große Handelsketten, wie zum Beispiel Aldi. 593.000 Fahrräder der unteren und mittleren Preisklasse verkaufte Mifa 2010. Bis zum September 2011 waren es 596.000 Räder.

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