Max Schott, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Sand & Schott

Max Schott, Geschäftsführer des Vermögensverwalters Sand & Schott

Max Schott

„Vermögensverwalter brauchen heute mindestens 50 Millionen Euro“

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Unabhängige Vermögensverwalter stehen vor großen Herausforderungen: verschärfte Regulierungen durch Märkte für Finanzinstrumente (MiFiD II), die hohe Komplexität der einzelnen Vorschriften und die damit verbundenen Kosten machen den Unternehmen zu schaffen. Besonders den kleinen der Branche: Vermögensverwaltungen benötigten heute mindestens 50 Millionen Euro Kundengelder, um profitabel zu sein, schätzt  Max Schott, Geschäftsführer der Stuttgarter Vermögensverwaltung Sand & Schott, gegenüber dem Finanzportal „Citywire.de“ ein.

Nach seiner Beobachtung sei der Wunsch nach Unabhängigkeit bei kleinen Vermögensverwaltungen bislang allerdings größer als der finanzielle Druck. Noch kämen viele Unternehmen aus, ohne fusionieren zu müssen. Alteingesessene Unternehmen würden auch bei einem verwalteten Kundenvermögen von 20 bis 30 Millionen Euro noch rentabel arbeiten.

Bei fallenden Märkten und schlechterer Performance könne es zukünftig für solche Unternehmen jedoch eng werden, sieht Schott voraus. Eine Vermögensverwaltung gar mit null Kundengeldern zu starten, wie es Sand & Schott 1994 noch tun konnten, sei unter den heutigen Bedingungen ganz unmöglich.

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