McKinsey

Fusionen von Privatbanken wegen Kosten unvermeidlich

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Der Druck auf die Gewinnmargen wird der Studie zufolge die Privatbanken zwingen, die Kosten zu senken und die Zahl der Buchungszentren, die sie unterhalten, auf den Prüfstand zu stellen. Das Mindestvolumen an betreutem Kundenvermögen für einen Buchungsstandort, der profitabel arbeiten soll, liegt laut McKinsey bei annähernd 10 Milliarden Euro. Europas Privatbanken geben Geld aus, um ihr Geschäft an eine Reihe neuer Vorschriften anzupassen, wie etwa MiFID II. Die neuen Regeln sollen den Verbraucherschutz und die Transparenz bei den Gebühren verbessern. Jede sechste der in der Studie untersuchten Privatbanken schrieb 2014 Verluste. Während sich die Gewinnmargen in den Privatkundensparten der Universalbanken im vergangenen Jahr um vier Basispunkte auf 36 Basispunkte verbessert haben, sei die Marge bei den unabhängigen Privatbanken von 32 Basispunkten auf 27 Basispunkte geschrumpft. Eine Gruppe von Privatbanken, von McKinsey als "ausländische Gesellschaften im Inland" bezeichnet, kämpft der Studie zufolge mit einer durchschnittlichen Gewinnmarge von nur neun Basispunkten. Banken in Auslandsfinanzzentren wie der Schweiz, Luxemburg und Monaco kamen laut der Studie auf einen Zufluss an Nettokundengeldern von einem Prozent. Dagegen stieg der Nettozufluss bei Banken, die sich auf Inlandskunden konzentrieren, um vier Prozent. Die durchschnittliche Gewinnmarge bei Offshore-Privatbanken fiel auf 25 Basispunkte. Das bedeutet, dass Vermögensverwalter im grenzüberschreitenden Geschäft nicht länger profitabler arbeiten als solche, die sich auf ihren inländischen Markt ausgerichtet haben.

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