Medienfonds “Herr der Ringe III“: Verdacht auf Steuerhinterziehung

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Der Medienfonds „Herr der Ringe III“ von Hannover Leasing ist ins Visier der Steuerfahnder geraten. Wie die Rechtsanwaltskanzlei KWAG berichtet, wirft die Finanzbehörde dem Emissionshaus Steuerhinterziehung vor und droht, die ausgewiesenen Verluste in Höhe von insgesamt mehr als einer Milliarde Euro abzuerkennen. Damit könnten auf Anleger Steuernachzahlungen und Zinsforderungen von rund 750 Millionen Euro zukommen.

Die Fondsgesellschaft soll dem Geschäftsmodell
einer „verdeckten Festgeldanlage“ nachgegangen sein, zitiert Hannover Leasing in ihrem Schreiben an die Investoren vom 14. November die Vorwürde der Steuerfahnder. "Dieses Geschäftsmodell sei nur
zum Schein mit dem der Filmherstellung verknüpft worden. Der verbleibende Investitionsbetrag sei zwar dem Tätigkeitsbereich „Filmherstellung“ zuzurechnen, diese sei aber ohne  Gewinnerzielungsabsicht erfolgt und damit steuerlich nicht verlustrelevant", so das Schreiben, das DAS INVESTMENT.com vorliegt. Hannover Leasing bezeichnet die Rechtsmeinung der Finanzbehörde als "abenteurlich" und moniert, dass die Steuerfahnder auf "entsprechende Gegenvorstellungen" nicht eingegangen seien. Das Emissionshaus verspricht, sich "dies nicht bieten zu lassen" und eine Sprungklage gegen die geänderten Bescheide einzureichen.

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