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Im Februar 2022 Das sind Aktie, Rohstoff und Fonds des Monats

Kfz-Mechanikerin
Kfz-Mechanikerin: Palladium, unser Rohstoff des Monats, wird unter anderem in der Fahrzeugproduktion benötigt. | Foto: Pexels / Chevanon Photography

Aktie des Monats: Medigene

Der Aktienkurs des Münchener Biotech-Unternehmens Medigene langweilte über viele Jahre. Spannendes aus dem Unternehmen gab es kaum. Doch am 22. Februar 2022 ging es plötzlich steil bergauf. Um 92 Prozent legte die Aktie innerhalb weniger Stunden zu. Was war passiert?

Medigene und BioNTech hatten sich auf eine umfassende Kooperation geeinigt. Gemeinsam möchten sie künftig zu Krebstherapien forschen. BioNTech erhält dabei einige Lizenzen und weltweit exklusive Vermarktungsrechte. Im Gegenzug bekommt Medigene 26 Millionen Euro als Vorauszahlung und weitere Forschungsgelder.

Marktteilnehmer bewerten die Zusammenarbeit offensichtlich als Aufbruchssignal für Medigene. Die Bilanz ist zwar stabil. Aber seit 2012 erzielte das Unternehmen nur Verluste und 2020 einen Umsatz von gerade einmal 8 Millionen Euro. Der Free Cashflow liegt deutlich im roten Bereich. Ob nun die BioNTech-Zusammenarbeit das Geschäft nachhaltig beschleunigt, muss die Zukunft zeigen.

Rohstoff des Monats: Palladium

Russland verantwortete mit seinen Exporten bislang rund 45 Prozent der weltweiten Palladium-Produktion. Kein Wunder also, dass sich der Krieg gegen die Ukraine auch auf den Preis dieses Industriemetalls auswirkt. Seit Jahresanfang legte er um mehr als 40 Prozent zu. Nach den Sanktionen der EU haben insbesondere die Automobil-Hersteller zu kämpfen. Sie benötigen Palladium, um Katalysatoren in Benzinmotoren zu bauen.

In den vergangenen vier Jahren stieg der Preis ohnehin stetig an. Seit dem Abgasskandal geht die Nachfrage nach Dieselmotoren zurück, die Benziner gewinnen die Oberhand. Aber nur in den Katalysatoren der Letztgenannten funktioniert Palladium. Entsprechend steigen Nachfrage und Preis schon seit 2018. Jetzt kommen Sorgen auf der Angebotsseite hinzu. 

Fonds des Monats: Loomis Sayles Short Term Emerging Markets Bond

In der aktuellen Marktphase erweisen sich Schuldtitel aus den Schwellenländern als relativ stabil. Dies zeigt sich auch in unserem Fonds des Monats: Dem Loomis Sayles Short Term Emerging Markets Bond (ISIN: LU0980585672) flossen im Januar mehr als 1,1 Milliarden Euro zu. Die Fondsmanager David Rolley, Edgardo Sternberg und Elisabeth Colleran legen das Geld mehrheitlich in Unternehmens- und Staatsanleihen mit einer Restlaufzeit von weniger als fünf Jahren an.

Quelle Fondsdaten: FWW 2024

Die Papiere des indonesischen Telekommunikationsexperten TBG Global machen aktuell 1,2 Prozent des Fondsvermögens aus. Das kolumbianische Finanzinstitut Bancolombia und das britische Infrastruktur-Unternehmen Helios Towers folgen auf den weiteren Plätzen. Helios Towers hat sich darauf spezialisiert, den Mobilfunk auf dem afrikanischen Kontinent voranzubringen.

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