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Die heutige Franklin-Templeton-Chefin Jenny Johnson auf einer Firmenveranstaltung in Frankfurt. | © Franklin Templeton Foto: Franklin Templeton

Mega-Übernahme

Franklin Templeton schluckt Konkurrenten

Ein Riese wird geboren: Die Fondsgesellschaft Franklin Templeton (FT) will den Konkurrenten Legg Mason übernehmen. Das gaben die Unternehmen in einer gemeinsamen Presseinformation bekannt. Demnach bietet FT den Legg-Mason-Aktionären 50 US-Dollar je Aktie. Die dann fälligen insgesamt rund 4,5 Milliarden Dollar wolle man bar zahlen, heißt es. Am 14. Februar hatte das Legg-Mason-Papier in New York noch bei 40,76 Dollar geschlossen. Jetzt schnellt es schon vorbörslich über 50 Dollar. Montag war in den USA ein Feiertag. Übrigens steigt die Aktie von Franklin Templeton gerade um mehr als 13 Prozent (Stand: 18. Februar 2020, 15.00 Uhr).

Behörden und Aktionäre müssen der Transaktion noch zustimmen. Sie soll bis spätestens im dritten Quartal 2020 abgeschlossen sein. FT übernimmt dabei auch Legg Masons Schuldenberg von rund 2 Milliarden Dollar. Danach kalkuliert man mit konzernübergreifenden Außenständen von rund 2,7 Milliarden Dollar.

Die Übernahme lässt beide Unternehmen in die Spitzengruppe der Vermögensverwalter aufsteigen. Derzeit hat FT 688 Milliarden Dollar unter seinen Fittichen und Legg Mason sogar 806 Milliarden Dollar. Macht zusammen fast anderthalb Billionen Dollar. Nähme man die Rangliste von Ende 2018 als Maßstab, würde der neue Riese vor Amundi auf dem 9. Platz weltweit landen.

Hauptgrund für die Aktion ist der, dass sich beide Produktpaletten ergänzen sollen. „Die Transaktion beschert uns eine maßgebliche Größe, behebt strategische Lücken und bringt unser Geschäft in ein besseres Gleichgewicht, und es bringt uns in die richtige Position um künftig schneller wachsen zu können“, sagt FT-Chefin Jenny Johnson. Kosten einzusparen, sei hingegen nicht der hauptsächliche Grund gewesen, heißt es weiter. Als angenehmer Nebeneffekt könnten trotzdem nun rund 200 Millionen Dollar im Jahr an Ausgaben wegfallen, schätzen die Verantwortlichen.

Das gemeinsame Unternehmen soll unter dem Namen Franklin Templeton laufen. Jenny Johnson bleibt Chefin. Stellt sich aber die Frage, was mit den an Legg Mason angeschlossenen Investmentboutiquen geschieht, neun Stück an der Zahl. Sie sollen weiter selbstbestimmt und mit ihrem unveränderten Stil arbeiten können, dabei aber nun zusätzlich FTs Ressourcen nutzen. Nur eine Boutique für alternative Anlagen, Entrust, will nicht mitmachen. Die Manager wollen ihr Unternehmen zurückkaufen, anschließend aber mit FT zusammenarbeiten.

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