Megatrend erneuerbare Energie

Warren Buffett liefert Strom an Google und Facebook

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Der Value-Investor Buffett hat anscheinend einen neuen Megatrend erkannt. Über seine Gesellschaft Mid American steigt er bereits seit zehn Jahren kontinuierlich ins Geschäft mit erneuerbaren Energien ein. Als Grund für sein Engagement in Windparks gibt Buffett aber nicht Umweltbewusstsein, sondern ausschließlich Steuerersparnis an. Er mache eben alles, um die Steuerlast seiner Investmentfirma zu senken, erklärt der Starinvestor in einem Interview mit dem „Handelsblatt“. „Ohne den Steuernachlass machen die Windparks keinen Sinn“.

Ob das so stimmt sei dahingestellt. An Kunden mangelt es der Firma des Starinvestors jedenfalls nicht. So hat Mid American nach „Handelsblatt“-Informationen einen Vertrag mit Google abgeschlossen. Darin verpflichtet sich der Energielieferant, Google 407 Megawatt an Windenergie zu liefern. Google will diesen Strom nutzen, um sein Daten-Zentrum in Council Bluffs im US-Bundesstaat Iowa mit Energie zu versorgen - und gleichzeitig seine Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren.

Damit will sich der Suchmaschinenbetreiber ein umweltfreundliches Image aufbauen. So erklärte das Unternehmen kürzlich dazu bereit, insgesamt mehr als ein Gigawatt an erneuerbarer Energie zu kaufen.

Ein weiterer prominenter Käufer von Buffetts umweltfreundlichem Strom ist Facebook. Das soziale Netzwerk will 2015 ein Daten-Zentrum in Altoona, Pennsylvanien, eröffnen. Die Windenergie dafür soll ebenfalls Mid American liefern. Den Bedarf schätzt Facebook auf 138 Megawatt ein. Auch hier dürften Image-Fragen nicht die letzte Rolle gespielt haben.

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