Arzt auf dem Laptop-Bildschirm Foto: IMAGO / Westend61

Echiquier World Next Leaders

Zweistellige Wachstumsraten im Visier

Die Corona-Krise krempelt die Arbeitswelt um: Das Homeoffice ist das neue Büro. Und da die meisten Heimarbeiter ihre privaten PCs, Laptops oder Smartphones für die Arbeit nutzen, sehen sich viele Unternehmen mit IT-Sicherheitslücken konfrontiert. Gute Zeiten für Dienstleister, die sich darauf spezialisieren, diese Lücken zu schließen. Wie zum Beispiel Zcaler aus den USA. Dessen Cloud-Security-Plattform bietet Firmenkunden weltweit die Möglichkeit, ihre Online-Interaktion mit der Außenwelt sicher zu gestalten. „Cyber-Security ist einer der wichtigsten Trends im Bereich der Künstlichen Intelligenz für die nächsten Jahre“, erklärt Rolando Grandi. In seinem Fonds Echiquier World Next Leaders zählt Zcaler zu den zehn Top-Positionen.

Der Echiquier World Next Leaders der französischen Investmentgesellschaft La Financière de l’Echiquier setzt auf Megatrends. Neben Cyber-Sicherheit zählen derzeit Telemedizin, erneuerbare Energien, Sport und Wohlbefinden, E-Commerce und andere aktuelle Lifestyle-Trends zu den Anlagethemen. Dort sucht das Fondsmanagement nach den Marktführern von morgen. „Wir setzen einerseits auf Unternehmen, deren Wachstum sich gerade beschleunigt, und andererseits auf reife Unternehmen, deren Geschäftsmodell von Innovationen Schub erhält und die wieder robust wachsen“, erklärt Grandi.

Für den Echiquier World Next Leaders sucht Grandi nach Aktien von Firmen mit einer Marktkapitalisierung zwischen 1 und 20 Milliarden Euro sowie zweistelligen Wachstumsraten. Für diese Papiere legt das Team ein Kursziel für drei Jahre fest. Das so errechnete Aufwärtspotenzial wird um das unternehmensspezifische Risiko bereinigt. Rund 30 Aktien, die in diesem Prozess überzeugen, kommen ins Portfolio. Der Fonds bleibt stets voll investiert, da Grandi die Aktien-Quote nicht steuern, sondern an der Marktentwicklung voll teilhaben will.

Seit Auflegung 2013 legte der Fonds um knapp 244 Prozent zu. Der Vergleichsindex MSCI ACWI Net Return Euro schaffte es im gleichen Zeitraum auf nur knapp 96 Prozent. Auch auf Drei-Jahres-Sicht schlägt der Fonds den Index mit 111 versus 17 Prozent. Diese Wertentwicklung hat allerdings ihren Preis: Eine höhere Volatilität, die auf Drei-Jahres-Sicht mit 23,3 Prozent rund 5 Prozentpunkte über der des Index (17,7 Prozent) liegt.

Das ist dem Fondsmanagement klar. Man stelle daher sicher, dass die Firmen über eine breit gefächerte Kundenbasis verfügen und die Nachfrage möglichst konjunkturunabhängig ist: „Infolge dieser Risikosteuerung konnten wir Baisse-Phasen besser abfedern als der Referenzindex.“

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