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Jüngst legte der Virus „Wannacry“ die Produktion des taiwanesischen Chipherstellers TSMC lahm: Für Anleger bieten sich im Megatrend Cyber-Sicherheit Chancen. | © Getty Images

Megatrends In Cyber Security investieren

Die Zahl der Datenschutzverletzungen ist in den vergangenen Jahren weltweit exponentiell gestiegen. Allein in den USA wurden 2017 über 1,5 Milliarden Fälle gezählt. Eine Antwort darauf geben Unternehmen, die sich mit Produkten und Dienstleistungen für Digital Security einsetzen.

Die Sorge um die digitale Sicherheit ist Teil einer größeren Entwicklung, die unser Leben dauerhaft verändert. Üblicherweise können Anleger solche Trends mit aktiven Investment-Produkten erschließen. Doch auch passive, regelbasierte Themenindizes sind dafür geeignet. Dazu wird eine spezielle Methodik des amerikanischen Finanzdienstleisters Fact Set angewendet.

Spezialmethodik für granulare Indexkonstruktionen

Basis ist der globale, über alle Marktkapitalisierungen gestreute STOXX Global Total Market Index (TMI). Um zu analysieren, in welchen Bereichen Unternehmen ihre Umsätze erzielen, gliedert Fact Set diese in über 1.400 Subsektoren. Hieraus filtert Fact Set die Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihres Umsatzes in einem oder mehreren der vorab definierten Themenfelder erzielen, zum Beispiel im Themenfeld Digital Security.

Anschließend werden die Umsätze eines Unternehmens auf sechs, sich zunehmend differenzierende Stufen eingeordnet. So soll sichergestellt werden, dass ausschließlich Unternehmen aus einem bestimmten Subsektor analysiert werden.

Um Investierbarkeit und Liquidität sicherzustellen, müssen die Unternehmen zudem eine Marktkapitalisierung von mindestens 200 Millionen Euro sowie ein bestimmtes tägliches Handelsvolumen aufweisen. Insgesamt umfasst die Auswahl mindestens 80 Werte, die jeweils gleichgewichtet werden, um ein Klumpen-Risiko zu vermeiden.

Besseres Risiko-Rendite-Profil auf Portfolioebene

Um herauszufinden, wie sich Themen-Investments auf das Portfolio auswirken, hat BlackRock 500 Portfolios mit 120 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen untersucht. Ein Ergebnis der Analyse: Durch die Beimischung von Themen-Investments ergaben sich gegenüber einem breiten Ausgangsportfolio ohne Themenschwerpunkt ein leicht erhöhtes Aktienrisiko und eine leicht erhöhte Branchenkonzentration.

Das Resultat dieser Untersuchung ist selbsterklärend, schließlich geht es bei Themen-Investments genau darum: Von den Renditechancen bestimmter Unternehmen zu profitieren, die besser als der Markt abschneiden.

Beim einzelnen Themenindex kann sich dadurch eine höhere Volatilität ergeben als bei breiten Aktienmarktindizes. Das Risiko-Rendite-Profil auf Portfolioebene können Themenindizes dennoch verbessern, einfach weil ihre Korrelation zu den breiten Aktienmärkten relativ gering ist. Das Währungsrisiko für Euro-Anleger blieb in der BlackRock-Analyse im Schnitt etwa gleich – auch nach Beimischung der Themen-Investments. Zudem verbesserte sich die Länderdiversifikation.

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